Lehrer und Rettungsschwimmer klagen über schlechte Leistungen bei Kindern 

Schwimmunterricht:  Schulen im Kreis könnten bald mehr Geld erhalten

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Beim Kleinkindschwimmen im Korbacher Hallenbad mit der Kursleiterin Melanie Tschepe gewöhnen sich Zwei- und Dreijährige ans Wasser. Die Wartelisten für Anfängerkurse seien jedoch oft zu lang, wie Michael Dorl, Ausbildungsleiter bei der DLRG im Kreisverband Waldeck-Frankenberg, betont.

Waldeck-Frankenberg – Schulen in Waldeck-Frankenberg könnte demnächst mehr Geld für den Schwimmunterricht zur Verfügung stehen. Nach Auskunft des Landkreises plant der Landrat Dr. Reinhard Kubat, den zuständigen Kreisgremien eine Erhöhung des Zuschusses vorzuschlagen.

So könnte der Anteil des Kreises zur Finanzierung des Schulschwimmens von derzeit 10 Euro pro Schüler – vergangenes Jahr waren es 7 Euro – vom nächsten Jahr an auf 15 Euro erhöht werden. „Und das, obwohl nach Auskunft des Staatlichen Schulamtes der Landkreis Waldeck-Frankenberg der einzige Landkreis hessenweit ist, der Schulschwimmen derart massiv finanziell unterstützt“, heißt es vonseiten der Kreisverwaltung.

Der Zuschuss betreffe Schüler der Jahrgänge drei bis sechs. Kreisweit sind das ungefähr 5500 Kinder. Der Leiter der Marker-Breite-Schule, Dirk Osthöver, und die Vorsitzende des Schulelternbeirats, Astrid Lessing, hatten in einer Pressemitteilung kritisiert, dass die zehn Euro, die derzeit gezahlt würden, nicht ausreichten. Die tatsächlichen Kosten für den Schwimmunterricht belaufen sich demnach auf rund 40 Euro pro Kind.

Derweil beklagen Lehrer und Rettungsschwimmer seit Jahren, dass viele Kinder zu schlecht schwimmen. Das bestätigt auch die Schulsportkoordinatorin in Waldeck-Frankenberg Eva-Maria Zürker, die an der Alten Landesschule Korbach unterrichtet. Viele Kinder legen ihr Seepferdchen als erstes Schwimmabzeichen ab, aber dabei bleibt es nach Einschätzung von Melanie Tschepe, Kursleiterin im Korbacher Hallenbad, oft. Somit verlernten viele das Schwimmen innerhalb einiger Monate, weil sie danach nicht oft genug übten.

„Es mangelt zudem an Schwimmbahnen und Ausbildern“, sagt Michael Dorl aus Bad Arolsen, Ausbildungsleiter bei der DLRG im Kreisverband Waldeck-Frankenberg. Zudem seien die Wartelisten für Anfängerkurse oft zu lang.

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