Redewendung vom 5. März 2011

Seinen Obulus entrichten

- (den) Die Redewendung „Seinen Obolus entrichten“ leitet sich von einer griechischen Münze mit geringem Wert ab, dem Obolus.

Münzsammler kennen die Münze bis heute, die nur einen Durchmesser von acht Millimetern hatte. Die Wertigkeit hat sich bis heute erhalten: Wer einen Obolus bezahlt, entrichtet nur einen geringen Geldbetrag. In der griechischen Zeit war es Usus, Verstorbenen zwei Münzen auf die Augen zu legen. So sollten sie sicher über die Unterweltflüsse Styx, Kozytus und Acheron gelangen. Für den Fährmann Charon war der Sage nach der Obolus vorgesehen. Das Wort geht auf das griechische „Obolos“ zurück. Im Deutschen war im 18. und 19. Jahrhundert die Variante „Obole“ geläufig, die sich vom französischen „Obole“ herleitete.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare