Hessische Schulsekretärinnen tauschen sich in Willingen aus

Im Sekretariat ist immer mehr los

Willingen - An ihre Schulsekretärin(nen) erinnern sich die meisten Schüler ebenso wie an ihre Lehrer, denn die Damen stehen meist über Jahre bei vielen Fragen Rede und Antwort. Über die immer neuen Anforderungen an ihren Beruf tauschten sich die Mitglieder des Vereins „Schulsekretärinnen aller Schulformen in Hessen“ (SSH), Region Hessen Nord, am Freitag erstmals an der Willinger Uplandschule aus.

„Die Arbeitsgemeinschaft wurde 1977 gegründet, um eine Vernetzung zwischen den Kolleginnen zu ermöglichen“, berichtet SSH-Vorsitzende Lydia Golda (Rabenau). „In dieser Zeit entstanden die großen Schulzentren und die Arbeitsbereiche der Sekretärinnen mussten abgesteckt werden.“ Gestern wie heute ist das Kernproblem, dass die Sekretärinnen beim Schulträger, also in der Regel den Landkreisen, angestellt sind, mit dem Schulleiter aber ein Landesbeamter weisungsbefugt ist.

„Auch derzeit ist an den Schulen wieder viel in Bewegung, was unsere Arbeitsbedingungen verändert“, betont Lydia Golda. Stichworte sind: Inklusion, eigenständige Schule, Ganztagsschule sowie Schulfusionen. Hinzu kämen gesellschaftliche Veränderungen. Wenn Kinder aus sozialschwachen Familien Bildungspakete bekommen, liege die schulinterne Abwicklung vor allem in der Hand der Sekretärinnen. Kurzum: Mit den Verwaltungsaufgaben nehmen auch die Aufgaben der Sekretärinnen zu.

Um die Interessen der Schulsekretärinnen weiterhin in der Gemeinschaft gut zu vertreten, stehen unter dem SSH-Motto „Vernetzen - solidarisieren - kommunizieren“ regelmäßig Fortbildungen und Treffen zum Informationsaustausch an. Der inzwischen eingetragene Verein, der auch Kontakte zu anderen Landesverbänden pflegt, zählt laut Lydia Golda derzeit rund 130 Mitglieder. Da es zu Spitzenzeiten rund 400 Frauen waren, freut sich die Vorsitzende über das Engagement von UPS-Sekretärin Marion Kesper: „Sie hat nicht nur dieses Treffen organisiert, sondern auch viele neue Mitglieder akquiriert.“(nv)

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