Rechtliche Grundlagen für den Start

Verschiedene Gesetze und Verordnungen regeln die berufliche Bildung. Dazu gehören das Berufsbildungsgesetz (BBiG), die Handwerksordnung (HwO) und das Jugendarbeitsschutzgesetz (JArbSchG).

Das BBiG garantiert eine fachlich einwandfreie Berufsausbildung. In den Ausbildungsstätten sollen nur fachlich und persönlich geeignete Ausbilder ausbilden. Auszubildende und Ausbildende haben festgelegte Rechte und Pflichten. Grundlegende Inhalte des Ausbildungsvertrages müssen schriftlich fixiert werden. Ausbildende vermitteln die in den Ausbildungsordnungen festgelegten Kenntnisse und Fertigkeiten. Die Auszubildenden sollen sich diese Kenntnisse und Fertigkeiten aneignen.

Jeder Vertrag wird in einem Verzeichnis bei der zuständigen Stelle (zum Beispiel Industrie- und Handelskammer, Handwerkskammer oder Ärztekammer) eingetragen. In den anerkannten Ausbildungsberufen werden Zwischenprüfungen, geteilte („gestreckte“) und abschließende Prüfungen durch die zuständigen Stellen abgenommen oder begleitet. Gesetzliche Grundlage für das Handwerk ist die Handwerksordnung (HwO). Sie regelt die Ausübung eines Handwerks, die Meisterprüfung im Bereich Handwerk und die handwerkliche Berufsausbildung. Gesellenprüfungen können auch die Innungen für die Kammern abnehmen.

Ausbildungen in den Heilhilfsberufen (zum Beispiel Gesundheits- und Krankenpfleger/ in, Physiotherapeuten) regeln besondere Bundes- und Landesgesetze. Für die Gesetzgebung des beruflichen Schulwesens (Berufsschulen und Berufsfachschulen, Fachoberschulen) sind die Länder zuständig. Das Jugendarbeitsschutzgesetz (JArbSchG) soll jugendliche Beschäftigte bis zum vollendeten 18. Lebensjahr besonders schützen. Grundlagen in Betrieben bestimmt das Betriebsverfassungsgesetz (BetrVG).

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