Festabend des Waldeck-Frankenberger Handwerks mit vielen Ehrungen

Sie sind Meister ihres Fachs

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Zahlreich: die Meister-Jubilare beim Festabend des Handwerks im Bad Wildunger Maritim-Badehotel.

Waldeck-Frankenberg - 160 Gäste feierten im Maritim-Badehotel den traditionsreichen Festabend des Handwerks.Eingeladen waren alle Mitglieder der Waldeck-Frankenberger Innungen, die in diesem Jahr ein Meister- oder Betriebsjubiläum begehen. Und so standen die Ehrungen der Geburtstagskinder ganz im Mittelpunkt der abendlichen Veranstaltung.

Kreishandwerksmeister Karl-Heinz Göbel verwies in seiner Festrede darauf, dass das Handwerk in Zeiten, in denen eine Krise die andere jagt, ein Stabilitätsanker der Normalität sei, denn diese habe sich aus vielen großen Firmen schon längst verabschiedet. „Die Berufslaufbahn war früher ein großer langer Strich, der langsam nach oben führte. Heute sieht eine typische Karriere aus, wie das Computerbild eines Patienten mit Herzrhythmusstörung.

Der Weg vom Facharbeiter zum Hartz-IV-Empfänger ist oftmals kurz geworden. Selbst Hochschulbildung schützt nicht vor Arbeitslosigkeit oder schlechter Bezahlung.“ Sorgen müsse sich die Zunft trotz guter konjunktureller Entwicklung vor allem darum, dass die steuerfreie Vererbung von Betriebsvermögen in Gefahr ist. Deshalb appellierte er an die Politik: „Wenn das Erbschaftsteuerrecht nicht sachgerecht bearbeitet wird, gefährdet man die Zukunftsfähigkeit des Handwerks in Deutschland.

Betriebsübergaben gerieten ins Wanken, wenn ideologisch motivierte Regelungen durchgesetzt würden. „Das Handwerk kann seine Rolle als Anker der Stabilität und als Motor der sozialen Marktwirtschaft nur dann spielen, wenn uns keine Steine in den Weg gelegt werden.“

Beschenkt wurde auch Chronist Klaus Westmeier, der kurz vor seinem 75. Geburtstag stand. Für die stimmgewaltige Umrahmung des Festabends sorgte der Männergesangverein Birkenbringhausen. (sh)

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