Vertreter deutsch-französischer Partnerschaften und Bürgermeister drücken nach Anschlägen Mitgefühl aus

Solidaritätsbekundungen für französische Freunde

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Vor zwei Jahren feierten Vertreter aus Avranches und Korbach den 50. Jahrestags ihres Schulterschlusses. Gestern schickte Bürgermeister Klaus Friedrich nach den Anschlägen in Paris eine Solidaritätsadresse nach Frankreich.

Briefe und Handynachrichten schickten viele Waldeck-Frankenberger am Wochenende nach Frankreich: Politiker und Vereinsvertreter sprachen ihren französischen Freunden ihr Mitgefühl aus.

Waldeck-Frankenberg. „Mich haben die Nachrichten aus Paris sehr erschüttert“, berichtet Hans-Henning Segler. Der frühere Leiter der Louis-Peter-Schule gehört zu den Mitbegründern des Freundschaftskreises, der die seit 52 Jahren bestehende Städtepartnerschaft Korbach–Avranches mit Leben erfüllt. Seit den Anschlägen im Januar dieses Jahres habe die Franzosen „eine latente Furcht vor neuen Terrorangriffen beschlichen“, schildert er seine Eindrücke aus Gesprächen mit Freunden aus Avranches. Was Segler beeindruckt, ist die Reaktion der Franzosen auf die Anschläge: „Alle stehen zusammen, um für ihre Werte Freiheit und Demokratie zu kämpfen.“

 „Die Anschläge in Paris haben uns alle in Korbach tief erschüttert. Das ist nicht die Welt, in der wir leben wollen. Eine Welt, bestimmt durch mittelalterliche Barbarei. Tiefes Mitgefühl und Anteilnahme gegenüber den Opfern, deren Familien und der ganzen französischen Nation ist das Gebot der Stunde.“ So beginnt eine Solidaritätsadresse, die Korbachs Bürgermeister Klaus Friedrich seinem Amtskollegen David Nicolas per Mail gesandt hat. Weiter heißt es darin: „Dieser Angriff ist nicht nur ein Angriff auf Paris, er ist ein Angriff auf die Freiheit, auf die liberalen Demokratien und ihre offenen Gesellschaften.“

 Kontakt nach Frankreich haben auch die Vöhler aufgenommen. „Ich habe noch am Freitag meinem ehemaligen Amtskollegen Michel Rochet geschrieben“, erzählt Harald Plünnecke, ehemaliger Bürgermeister und Vorsitzender des Partnerschaftsvereins Vöhl–Mouchard. „Wir versichern euch, dass wir in diesen schweren Stunden bei euch sind“, schrieb er. Rochet antwortete, bedankte sich und erklärte: „Unsere Länder können alle Opfer von solchen Terroranschlägen werden und müssen sich zusammen bemühen, um solche Gewalt zu bekämpfen.“ Einen Brief sendeten auch Vöhls Bürgermeister Matthias Stappert und Parlamentschef Karl-Heinz Stadtler nach Mouchard: „Wir sind erschüttert und empfinden unsagbare Trauer angesichts der furchtbaren Terroranschläge. Wir stehen solidarisch und in unverbrüchlicher Freundschaft an Ihrer Seite im Kampf um Freiheit und Demokratie.“ (tk/resa)

Mehr dazu lesen Sie in der Waldeckischen Landeszeitung am Dienstag, 17. November.

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