Waldeck-Frankenberg: Arbeitslosenquote sinkt auf 5,0 Prozent

Sommerbrise belebt Arbeitsmarkt

Waldeck-Frankenberg - Der Frühsommer bringt leichten Schwung in den Arbeitsmarkt in Waldeck-Frankenberg. Saisonal bedingt sinkt die Arbeitslosenquote auf 5,0 Prozent (April: 5,2 Prozent). Aktuell sind 4203 Menschen im Landkreis ohne Job, das sind 209 weniger als im Vormonat.

Aktuell sind 4203 Menschen im Landkreis ohne Job, das sind 209 weniger als im Vormonat. Vor allem Jugendliche und junge Erwachsene profitieren laut Cornelia Harberg, Sprecherin der Korbacher Arbeitsagentur, von der Erholung. So reduzierte sich die Anzahl Arbeitsloser unter 25 Jahren gegenüber dem Vormonat von 471 auf 408. Im Vergleich zu Mai 2011 stieg die Zahl allerdings um 30 Personen an. Weniger ohne Lehrstelle 475 Jugendliche haben noch keine Ausbildungsstelle gefunden. Damit gibt es aktuell 12,5 Prozent weniger unversorgte Bewerber als zum gleichen Zeitpunkt vor einem Jahr.

Für junge Leute, die eine Ausbildung beginnen möchten, ist die Situation komfortabel – jedenfalls wenn es nach der Statistik geht: 1253 gemeldeten Ausbildungsstellen stehen 1104 Bewerber gegenüber. Bessere Abschlüsse Die Jugendlichen haben dabei immer bessere Schulabschlüsse vorzuweisen: Die Zahl der Bewerber mit Hauptschulabschluss ist um 8,7 Prozent gesunken, dafür gibt es 15,9 Prozent mehr mit Fachhochschulreife. Auch Ältere nutzen die Sommerbelebung auf dem Arbeitsmarkt: 2,2 Prozent der Arbeitslosen, die 50 Jahre und älter sind, wurden wieder in Beschäftigung vermittelt. Offene Stellen gibt es aktuell 749 im Landkreis, davon sind 428 Jobofferten neu hinzugekommen.

Der Anteil sozialversicherungspflichtiger Stellen unter den Angeboten liegt insgesamt bei 90,8 Prozent. Deutlich moderater sei der Rückgang im Bereich der vom Jobcenter betreuten Hartz-IV-Empfänger (SGB II) ausgefallen, erläuterte Reinhold Lohmar, Geschäftsführer des Jobcenters Waldeck-Frankenberg: Hier ist die Zahl der Arbeitslosen im Vergleich zu April um 35 Personen zurückgegangen (-1,3 Prozent). Gleichzeitig sind allerdings mehr junge Menschen zwischen 15 und 25 Jahren in die Obhut des Jobcenters gerutscht: Aktuell sind es 227, im Mai 2011 waren es noch 30 weniger. Abgebrochene Maßnahmen und die Beendigung der Schulpflicht nennt Lohmar als Hauptgründe für diese Entwicklung.

„Dass die Arbeitslosigkeit jetzt im Mai erneut sank, ist erfreulich, aber keine Überraschung“, kommentierte Uwe Kemper, Leiter der Korbacher Arbeitsagentur, die Zahlen. Nicht zu übersehen sei allerdings auch das leichte Plus der Arbeitslosigkeit im Vergleich zum Vorjahr. Kemper: „Das ist ein Beleg für die nachlassende Dynamik, die bereits im April deutlich zu erkennen war, als die Arbeitslosigkeit erstmals leicht über dem Vorjahreswert lag.“

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare