Arbeitslosenquote steigt im Landkreis auf 5,3 Prozent

Sommerflaute bremst Arbeitsmarkt

Waldeck-Frankenberg - In Waldeck-Frankenberg ist die Zahl der Arbeitslosen angestiegen. Im August waren 4385 Personen auf Jobsuche bei der Agentur für Arbeit gemeldet, 147 mehr als im Juli.

In erster Linie waren Jugendliche unter 20 Jahren und junge Erwachsene von dieser Entwicklung betroffen. Nach Angaben von Uwe Kemper, Leiter der Korbacher Agentur für Arbeit, sei dieses „kleine Sommertief“ durchaus saisonüblich. Denn in den Sommerferien melden sich viele Schulabgänger und Jugendliche nach Abschluss ihrer Ausbildung „zwischen zwei beruflichen Phasen“ arbeitslos. Außerdem habe das kühle Wetter in der Gastronomie-Branche sowie im Einzelhandel dafür gesorgt, das zumeist befristet oder geringfügig beschäftigte Saisonkräfte früher als sonst nicht mehr gebraucht wurden. Die Arbeitslosenquote in Waldeck-Frankenberg hat sich von Juli auf August leicht um 0,2 Prozentpunkte auf 5,1 Prozent erhöht. Damit erreicht die Quote fast das Niveau des Vorjahres. Im August 2013 gab es nur 34 gemeldete Arbeitslose mehr, die Quote lag bei 5,2 Prozent. Im gesamten Agenturbezirk, der auch den Schwalm-Eder-Kreis umfasst, liegt die Arbeitslosenquote aktuell bei 5,1 Prozent. Der Bestand an offenen Stellen im Landkreis stieg weiter an, um 0,6 Prozent auf 1092 Job-Offerten. Dagegen ist der Zugang an neuen Stellen im Gegensatz zum hessischen Durchschnitt binnen Monatsfrist um 7,5 Prozent gesunken. Mit gemischten Gefühlen registriert Kemper die Lage auf dem regionalen Lehrstellenmarkt, vier Wochen vor Ende des Ausbildungsjahres. Seit dem 1. Oktober 2013 wurden der Arbeitsagentur 1326 Ausbildungsplätze in Waldeck-Frankenberg gemeldet. Das entspricht einem Plus von 52 Lehrstellen (4,1 Prozent) gegenüber dem Vorjahr. Demgegenüber stehen aktuell 1268 Bewerber, 137 oder 12,1 Prozent mehr als vor einem Jahr. Aktuell gibt es 24,5 Prozent mehr unversorgte Bewerber (295) und 6,8 Prozent mehr unbesetzte Ausbildungsstellen als vor einem Jahr.Einerseits sei es erfreulich, dass mehr Stellen angeboten werden und mehr Schulabgänger Interesse an einer betrieblichen Ausbildung zeigen, sagte Kemper. Andererseits liefere die gestiegene Zahl unversorgter Bewerber Grund zur Sorge und weise auf Hindernisse hin, die den Weg zum Traumjob erschweren. Bewerber könnten diesen Hindernissen ausweichen, indem sie berufliche Alternativen wählen. Betriebe könnten sie beseitigen, indem sie den Jugendliche eine Chance geben, vorhandene Defizite während der Ausbildungszeit auszugleichen.

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