WLZ-Sommertour: Verein im Porträt 

VfL Adorf: Gut vernetzt – auch deshalb stark

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Sport generationenübergreifend ist beim VfL Adorf selbstverständlich – hier Karl-Friedrich Meyerhöfer (links) mit Doppelpartner Leon Wiskemann an der Tischtennisplatte.

Der VfL Adorf ist ein Mehrspartenverein, wie er typisch ist für den ländlichen Raum: Acht Abteilungen mit 13 Sportarten hat er zu bieten. Das WLZ-Wohnmobil war bei ihm zu Gast.

Mit 961 Mitgliedern, davon 530 Kinder und Jugendliche, rangiert der VfL Adorf knapp unter dem Label Großverein. Die Zahlen sind seit Jahren stabil. Gegründet wurde der größte Diemelseer Sportverein am 2. September 1902 als Männerturnverein, nach dem Zweiten Weltkrieg ging es weiter als Turn- und Sportgemeinde, und seit 1953 firmiert er als Verein für Leibesübungen.

Ein Prosit auf die A-Liga-Meisterschaft: Die Fußballer der SG Adorf/Vasbeck feiern im Mai Titel und Aufstieg in die Kreisoberliga.

Führend unter den acht Abteilungen sind Fußball (seit 1986 in einer Spielgemeinschaft mit TSV Vasbeck) und Turnen. Sportlich ragen die insgesamt fünf Aufstiege der Fußballer auf die Bezirksebene (heute Region) heraus – zuletzt in der Saison 2010/11 – und der Gewinn des Waldecker Pokals 1990.

Und hier das Video über den VfL Adorf, das im Rahmen der Sommertour entstanden ist (gesponsert von der Waldecker Bank):

Enge Kooperation mit Schule und Vereinen

Der Verein ist gut vernetzt: Er arbeitet eng mit der Mittelpunktschule Adorf zusammen, die auch über einen Kraftraum verfügt. Deshalb ist er in der Lage, den Fitnessstudios mit eigenem Angebot entgegenzutreten. Im dritten Jahr läuft eine Kooperation mit allen anderen Sportvereinen der Kommune Diemelsee für gemeinsame Fitnessangebote. „Das läuft ausgezeichnet“, sagt der Vorsitzende des VfL, Dieter Stöcker.

Fitness und Gesundheit werden beim VfL Adorf großgeschrieben – auch mit Körperübungen wie hier beim Yoga.

Jährlich stehen mindestens zwei Veranstaltungen für alle VfLer im Terminplan: zum einen die Adventssportschau und zum anderen der Wandertag. Das sei wichtig für den Zusammenhalt, sagt Stöcker, und dafür, ein „fatales Eigenleben“ der einzelnen Abteilungen zu vermeiden.

45 Jahre Treue zum VfL Adorf werden belohnt: Den Ehrenamtsgutschein erhält Gertrud Bienert (Mitte) von Irmfried Emmerich (Intersport Kettschau, rechts). Die Vorsitzenden Claudia Beckmann und Dieter Stöcker gratulieren.

Dieter Stöcker plant den Rückzug

Nur noch ein paar Wochen, dann schaut Dieter Stöcker auf genau 43 Jahre im Ehrenamt. Im Oktober 1976 wählte ihn eine außerordentliche Jahreshauptversammlung zum Kassierer des VfL Adorf. Er war Bankkaufman in der Ausbildung und Walter Meier sein Chef – im Verein und bei der Bank. So begannen damals Laufbahnen.

Seine führte Stöcker über die Finanzen, die Leitung der Fußballsparte über den zweiten hin zum ersten Vorsitzenden – seit 1999 steht der 63-Jährige an der Spitze des VfL, seit zwei Jahre gemeinsam mit Claudia Beckmann.

In Fachverbänden präsent

Stöcker gehört zu den Vorsitzenden im Waldecker Sport, die man kennt. Er ist präsent auch bei den Fachverbänden. Zwar sei Fußball immer sein Schwerpunkt gewesen, sagt er (die aktive Zeit endete 1983 mit einem Knochenbruch), aber als Vorsitzender habe er sich immer bemüht, „alle Sparten unter einen Hut zu bekommen“.

Breit ist die Vielfalt an Sportarten beim VfL Adorf.

Stöcker hat die Arbeit immer gern gemacht. Jetzt bereitet er sich auf den Rückzug aus dem Vorstand vor. Die Doppelspitze mit Claudia Beckmann markiert die Zeit des Übergangs, und im Januar 2020 ist Schluss mit Vorstandsarbeit.

Weiter ohne Vorstandsposten?

Fällt es ihm schwer, nach mehr als 20 Jahren als Vorsitzender loszulassen? „Ich bin froh, dass es eine geregelt und vernünftige Nachfolgeregelung gibt“, sagt Stöcker. Und: „Alles ist gut so.“ Er kann sich vorstellen, als Datenschutzbeauftragter oder Archivar ohne Vorstandsposten weiterzumachen. „Der VfL“, sagt er, „ist nach wie vor mein Verein.“ Und übrigens auch der seiner Kinder: Beide engagieren sich ehrenamtlich.

Wieviele Bälle werden sie wohl halten? Verena Niemann, Patrick Böttcher und Irmfried Emmerich verteidigen das Tor in Adorf - das WLZ-Mobil machte am Sportplatz Station.

Abschluss der Sommertour

Die WLZ-Sommertour 2019 geht zu Ende. Drei Stationen fährt das Wohnmobil der Landeszeitung noch an.

Samstag, 17. August 2019:

10-13 Uhr beim TuS Wrexen (Sportlerheim)

17-22 Uhr beim Schlagerstern in Willingen

Sonntag, 18. August 2019:

11-14 Uhr beim SV Anraff (Dorfplatz) im Rahmen des Dorffestes

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