Auszeichnungen für Einzelpersonen und Gruppen vergeben

Sozialpreis: Landkreis ehrt die „stillen Helden“

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Ausgezeichnete Bürger: Weil sie sich, mitunter seit Jahrzehnten, sozial besonders engagieren, wurden Privatpersonen und Vereine mit dem Sozialpreis des Landkreises geehrt.

Waldeck-Frankenberg. Der Landkreis hat in einer Feierstunde den diesjährigen Sozialpreis vergeben. Hauptpreisträger ist die Aktion für behinderte Menschen Waldeck-Frankenberg. Insgesamt wurden sechs Ehrungen verliehen für „die stillen Helden Waldeck-Frankenbergs“, wie Erster Kreisbeigeordneter Karl-Friedrich Frese sagte.

Alle zwei Jahre würdigt der Landkreis das besondere soziale Engagement von Menschen und Vereinen. 28 Vorschläge waren eingegangen, aus denen die Jury auswählte. Normalerweise, so sagte Frese, seien es nur drei Preisträger. Aufgrund der besonderen Qualität der Vorschläge sei man von dieser Regelung nun einmal abgewichen. Neben der Aktion für behinderte Menschen wurden ausgezeichnet: Christa Hartwig aus Vöhl-Dorfitter, die sich seit Jahrzehnten für die Seniorenarbeit in Dorfitter engagiert, Horst Wischniewski aus Frankenberg, der das „Café für Jedermann“ des Treffpunkts Frankenberg leitet und Regine Frese aus Bromskirchen, die die Seniorenarbeit der Gemeinde betreut.

Zwei Sonderpreise wurden ebenfalls vergeben. Einer ging an den Sänger Christian Durstewitz aus Frankenau-Altenlotheim, weil er immer wieder Benefizkonzerte spielt, den zweiten Sonderpreis bekam das Netzwerk Integration Frankenberg, das sich für die Integration von Flüchtlingen einsetzt.

Alle Preisträger würden „Menschlichkeit und Wärme“ in die Gesellschaft bringen, sagte Kreistagsvorsitzende Iris Ruhwedel. In den Bereich Soziales investiere der Landkreis viel Geld, dennoch seien die Aufgaben „nur mit der beeindruckend großen Zahl an ehrenamtlich engagierten Bürgern zu schaffen“, so Frese. Mit der Preisverleihung wolle man „eine Ausrufezeichen setzen“. Verliehen wurde der Preis im Vorfeld eines Benefizkonzerts des Kasseler Heeresmusikkorps in Twiste.

2500 Euro für die Preisträger

26 Einzelpersonen und zwei Gruppen wurden für den Sozialpreis des Landkreises Waldeck-Frankenberg von anderen Bürgern oder Bürgermeistern vorgeschlagen. Der Jury, die über die Preisträger entscheidet, gehören neben Karl-Friedrich Frese als zuständigem Dezernent auch Sigrid Engelhard an, die Vorsitzende des Sozialausschusses im Kreistag ist, außerdem mehrere sachkundige Bürger, beispielsweise Christoph Hille, Geschäftsführer des Lebenshilfewerks im Landkreis.

Dotiert ist der Hauptpreis mit 1000 Euro, jeweils 250 Euro gingen an die weiteren Preisträger Christa Hartwig, Horst Wischniewski und Regine Frese. Christian Durstewitz bekommt als Sonderpreisträger ebenfalls 250 Euro, das Netzwerk Integration Frankenberg als zweiter Träger des Sonderpreises freut sich über 500 Euro.

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