Waldeck-Frankenberg

Staatsanwaltschaft lässt Haus von Ex-Landrat Eichenlaub durchsuchen

- Waldeck-Frankenberg. Im Zuge der Affäre um den ehemaligen Landrat Helmut Eichenlaub hat die Staatswaltschaft Kassel am Dienstag dessen Haus in Schreufa durchsuchen lassen. Außerdem nahmen Beamte die Wohnungen eines ehemaligen Vorstandsmitglieds der Sparkasse Waldeck-Frankenberg und eines Mitarbeiters einer Schweizer Bank unter die Lupe.

Bei den drei Hausdurchsuchungen stellten die Ermittler Unterlagen sicher, die im Zusammenhang mit der seit Monaten schwelenden Affäre um Ex-Landrat Eichenlaub stehen. Dabei geht es unter anderem um Provisionszahlungen in Höhe von 400.000 Schweizer Franken für Anlagegeschäfte aus Kreisvermögen und Sonderzahlungen an leitende Beamte der Kreisverwaltung.

Die Staatsanwaltschaft, die wegen des Verdachts der Untreue ermittelt, hat nicht allein Eichenlaub im Visier. Auch Banker, die von dubisosen Geldtransaktionen des Ex-Landrats bei der LB Swiss, einer Tochter der Landesbank Hessen-Thüringen, gewusst haben sollen, stehen im Fadenkreuz. Deshalb durchsuchten Polizisten am Dienstag auch das Haus eines früheren Vorstandsmitglieds der Sparkasse in Korbach und die Räume eines führenden Mitarbeiters der LB Swiss, der seinen Wohnsitz in Deutschand hat.

Zum Hintergrund der Ermittlungen: Während seiner Amtszeit hatte Eichenlaub rund 40 Millionen Euro aus Kreisvermögen bei der Schweizer Privatbank angelegt und die Provision dafür auf ein vom ihm benanntes Konto anweisen lassen. Diese Provision, die von vorne herein der Sparkasse für die Kundenvermittlung zugestanden hätte, ist – nachdem der Fall öffentlich geworden war – inzwischen an das heimische Geldinstitut zurücktransferiert worden.

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