Bad Wildungen nimmt ab Samstag an der bundesweiten Aktion "Stadtradeln" teil

Städte in Waldeck-Frankenberg fördern Ausbau des Radverkehrs

Aktion „Stadtradeln“: Robert Hilligus (links) vom Bauamt und Erster Stadtrat Hartmut Otto motten vorm Rathaus symbolisch das Auto des Wildunger „Radelstars“, der Grünen-Stadtverordneten Caroline Tönges ein. Sie fährt drei Wochen lang ausschließlich Rad.

Bad Wildungen. Ab Samstag beteiligt sich Bad Wildungen drei Wochen lang an der bundesweiten Aktion „Stadtradeln“, um für das Fahrrad als tägliches Verkehrsmittel zu werben. Das Ziel: den Autoverkehr zurückzufahren und damit Klimaschutz zu betreiben.

Die Aktion fügt sich ein in eine Strategie, welche die Stadt seit 2002 verfolgt. Damals erstellte sie ein Radwegeverkehrskonzept. Viele Beobachter zweifelten seinerzeit an einem Erfolg und verwiesen auf die für Radler abschreckende Topografie der Stadt mit ihren vielen Bergen und Tälern. Dieses Hindernis verliert aber mit der drastisch wachsenden Zahl an E-Bikes sichtbar an Bedeutung. Die elektro-getriebenen Räder beleben zusehens das Stadtbild. „Somit gilt auch bei uns das Motto: Stadtverkehr ist Radverkehr“, sagt Robert Hilligus vom Stadtbauamt. Er hat seit Anfang der 2000er Jahre die Federführung beim Ausbau der Radwege inne.

Die anderen Mittelzentren des Landkreises nehmen den Radverkehr ebenfalls in den Blick. Korbach gab sich 2015 ein Radwegeverkehrskonzept. Wie das von Bad Wildungen schließt es neben dem Alltags-Radfahren die Bedürfnisse der Touristen ein und lenkt sie von den Fernradwegen in die Innenstadt. Einen weiteren Schwerpunkt bildeten sichere Schulwege, erläutert Ralf Buchloh von der Verwaltung.

Bad Arolsen hat kein gesondertes Konzept für Radfahrer, sagt Bürgermeister Jürgen van der Horst. Die Residenzstadt sei aber über ein großräumiges Radwegenetz erschlossen. Im Zuge des Stadtumbau-Programms West sehe die Stadt ein Mobilitätskonzept vor, um das Fuß- und Radwege-Angebot zu optimieren.

In Frankenberg wurde im Mai etwa die Radweg-Lücke zwischen dem Ortsteil Geismar und der Kernstadt geschlossen. In der Innenstadt soll die Uferstraße im Zuge ihres Umbaus binnen zwei Jahren einen Radweg erhalten.

Die Aktion Stadtradeln

„Stadtradeln“ ist eine Aktion des Klimabündnisses der europäischen Städte mit Regenwald-Völkern. Kommunen oder Landkreise melden sich dafür an und bringen möglichst viele Einwohner zum Mitmachen, allen voran die jeweiligen Parlamentarier. Es wird jeweils ein „Radelstar“ nominiert, der komplett für drei Wochen aufs Auto verzichtet. Die übrigen Teilnehmer sammeln über eine Handy-APP (nur für Android verfügbar) in dieser Zeit möglichst viele Fahrradkilometer und dürfen weiter auch Auto, Bus oder Zug fahren. Am Mitmachen Interessierte geben auf der Seite www.stadtradeln.de in der Suche Bad Wildungen ein, schließen sich dem offenen der zehn gemeldeten Teams an und laden die APP herunter. Wichtig: Das Handy mit aktivierter APP zum Radeln mitnehmen, damit die Kilometer registriert werden.

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