Initiative zeichnet erstmals Projekte im ländlichen Raum aus

Waldeck-Frankenberg: „Kommune der Vielfalt“ im Landkreis gesucht

Beim Preis „Kommune der Vielfalt“ gehe es um mehr als ums Geld, sagt Dagmar Krauße von „Offen für Vielfalt“. Indem sie online auf der „Landkarte der Vielfalt“ zu sehen sind, geben die Teilnehmer Ideen für neue Projekte.
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Beim Preis „Kommune der Vielfalt“ gehe es um mehr als ums Geld, sagt Dagmar Krauße von „Offen für Vielfalt“. Indem sie online auf der „Landkarte der Vielfalt“ zu sehen sind, geben die Teilnehmer Ideen für neue Projekte.

Beim Preis „Kommune der Vielfalt“ haben alle Städte und Gemeinden im Landkreis die Chance, für ihre Projekte neben Anerkennung auch Geld zu bekommen. Aus dem Landkreis Waldeck-Frankenberg gibt es allerdings noch keine Bewerber.

Waldeck-Frankenberg – Bewerben können sich alle Kommunen, die sich mit Hilfe von Vereinen, Organisationen und Kirchengemeinden für ein tolerantes, respektvolles und diverses Miteinander einsetzen. Erstmals zeichnet jetzt die Initiative „Offen für Vielfalt – Geschlossen gegen Ausgrenzung“ zusammen mit dem Regierungspräsidium Kassel Kommunen aus, die sich im ländlichen Raum für gelebte Vielfalt stark machen. Und das bedeutet, alle Städte und Gemeinden im Kreis haben die Chance, für ihre Projekte neben Anerkennung auch Geld zu bekommen.

Beim Preis „Kommune der Vielfalt“ gehe es um mehr als ums Geld, sagt Dagmar Krauße von „Offen für Vielfalt“. Indem sie online auf der „Landkarte der Vielfalt“ abgebildet werden, sind die Teilnehmer Inspiration für weitere Projekte. Die Städte und Gemeinden spielten eine Schlüsselrolle, wenn es darum gehe, Teilhabe und Zusammenhalt zu gestalten. Außerdem sollen die Vielfalts-Kommunen besser vernetzt werden – um neue Projekte zu entwickeln, die zeigen, dass es im Kreis und darüber hinaus keinen Platz für rechte Hetze, Diskriminierung und Intoleranz gibt.

Als Grundlage dienen sieben anerkannte Vielfaltsdimensionen: Alter, Geschlecht und geschlechtliche Identität, sexuelle Orientierung, Religion und Weltanschauung, körperliche und geistige Fähigkeiten, ethnische Herkunft und Nationalität sowie soziale Herkunft.

Pro Landkreis wartet Preisgeld in Höhe von 4000 Euro. Einen Sonderpreis gibt es für den vorbildlichen Einsatz für demokratische Werte. Damit wollen die Kooperationspartner auch an den 2019 ermordeten Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke erinnern.

Bereits Anfang des Jahres hat sich die Evangelische Kirche von Kurhessen-Waldeck (EKKW) der Initiative als Kooperationspartnerin angeschlossen. Auch die Kirchengemeinden im Kirchenkreis Twiste-Eisenberg unterstützen diese Initiative. Viele Pfarrerinnen und Pfarrer setzen daher an den Türen ihrer Gemeindehäuser auch sichtbar ein Zeichen, in dem sie die blau-roten Schilder aufhängen. An dieser Aktion beteiligt haben sich ebenfalls Mitarbeiter des Kirchenkreises, Musiker sowie heimische Geschäftsleute.

Vereine, Initiativen, Organisationen und Kirchengemeinden können sich mit ihrer jeweiligen Kommune für den Preis „Kommune der Vielfalt“ bewerben. Insgesamt stehen 28 000 Euro zur Verfügung. Teilnahmeschluss: 31. Oktober. Der Wettbewerb wird von der Bundeszentrale für politische Bildung unterstützt. Die Gewinner werden Anfang Dezember ausgezeichnet.  may Weitere Informationen: per E-Mail an kontakt@offenfuervielfalt.de oder offenfuervielfalt.de

 may/tk

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