Waldeck-Frankenberg

Startschuss für ein neues Leben

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- Waldeck-Frankenberg (resa). Sie hat ihr altes Leben über Bord geworfen, von einem Tag auf den anderen. Und der Mut hat sich gelohnt: Inzwischen führt Susanne Führer aus Königshagen eine Jausenstation, die schon viele Freunde gefunden hat.

Geträumt hat Susanne Führer von ihrem eigenen kleinen Café schon immer. „Nach der Schule habe ich eine Ausbildung als Hotelfachfrau begonnen“, erzählt die Königshagenerin. Aber Willingen war zu weit weg von zu Hause und die Umstände stimmten nicht. Also brach Susanne Führer die Ausbildung ab, wurde Masseurin und arbeitete 20 Jahre lang in ihrem Beruf.

Als ihre Eltern ihr 2009 das Grundstück in Königshagen überschrieben, meldete sich die Idee zurück. „Ich machte mich auf den Weg zum Wirtschaftsförderer und nahm die Beratung für Existenzgründer in Anspruch“, erzählt sie. Der Traum von der eigenen Gastronomie nahm Gestalt an. „Wir haben unsere Ideen auf einen Zettel gekritzelt und sind dann ganz blauäugig durchgestartet“, sagt sie, „die Gastgeberin liegt mir einfach im Blut, meiner Uroma gehörte der Gasthof im Ort.“ Sie habe nicht viel gedacht, sondern einfach gemacht.

Der Plan ging auf und im Nachhinein sei die Naivität der beste Weg gewesen, denn hätte sie geahnt, was auf sie zukommt, wäre es wohl bei den Plänen geblieben. Stattdessen nahm sie einen Kredit auf, beantragte Leader-Fördergelder, bei der Agentur für Arbeit finanzielle Unterstützung für Existenzgründer und baute ein schmuckes, gelbes Häuschen in den Garten. Rund 100 000 Euro kostete das Projekt, etwa 30 Prozent übernahm die Leader-Kasse. „Wir haben viel selber gemacht“, sagt Ehemann Dietrich Führer und denkt an Innenausbau, Isolierung und Pflasterarbeiten. Am 1. Advent 2009 eröffneten sie den gemütlichen Raum mit 25 Plätzen, servieren seitdem Wal­decker Köstlichkeiten, eine Stärkung für zwischendurch und auch mal Frühstück. Rund 3000 Gäste kamen im ersten Jahr und bestätigten

Mehr lesen Sie in der WLZ-FZ vom Donnerstag, 7. April

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