Waldeck-Frankenberg

An der B 252 staut sich Frust

- Waldeck-Frankenberg (jk). Nach dem endgültigen Urteil gegen das Fahrverbot für schwere Lastwagen auf der B 252 wächst Unmut bei Anwohnern. Hessens Verkehrsminister Dieter Posch (FDP) will Auswege aufzeigen.

Richtung Marburg formierte sich am Freitag wieder Protest auf der Bundesstraße 252. Zwischen Wetter und Münchhausen blockierten Trecker die Fahrbahn.Seit Jahrzehnten fordern Anwohner entlang der B 252 mehr Umgehungsstraßen. Mit Schildern und Aktionen wehren sich Menschen gegen Lärm und Gestank insbesondere durch Schwerlastverkehr. Stattdessen sorgte der Hessische Verwaltungsgerichtshof am Dienstag bei vielen Anwohnern für eine Hiobsbotschaft: Das Transitverbot für Lkw ab 12 Tonnen wird aufgehoben. Vor allem mit mangelnder Datenbasis bei Verkehrszählungen begründeten die Richter ihr Urteil. Folge: Während das Verbot etwa auf der B 7 bleibt, soll die Sperrung für schwere Lkw auf der B 252 bald weichen – wenn das Urteil rechtskräftig wird. Denn eine Revision wurde ausdrücklich nicht zugelassen.Anwohner, aber auch Bürgermeister aus Twistetal, Vöhl und Bottendorf wetterten gegen das Urteil. Im Zweifel stellen sich die Bewohner gerne selber hin und zählen den Verkehr, hadert Vöhls Rathauschef Harald Plünnecke. So herrscht Unverständnis, warum – im Gegensatz zur B 7 – auf Waldeck-Frankenbergs Verkehrsschlagader offenbar keine vernünftigen Zahlen vorliegen, um die Folgen der Autobahnmaut-Ausweichler seit 2005 zu beziffern.

Mehr lesen Sie in der WLZ-FZ-Ausgabe vom Samstag, 21. November 2009.

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