Hessen Mobil

Straßenmeistereien sind für den Winter gerüstet

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Start der Winterdienst-Saison: Oben die Hessenmeister im Schneepflug-Fahren Florian Hampel (links) und Horst Hildebrand. Vorn von links der Leiter der Frankenberger Straßenmeisterei, Harry Kirschner, der Präsident von Hessen Mobil, Gerd Riegelhuth und Verkehrs-Staatssekretär Jens Deutschendorf.

Rund 120.000 Tonnen Streusalz haben die 60 hessischen Straßenmeistereien gebunkert: 2.000 Tonnen in der neuen Salzhalle in Frankenberg, 400 Tonnen in Battenberg.

„Wir haben das Wetter im Blick und setzen besonders auf rechtzeitiges Streuen. Das schont die Umwelt und erhöht die Verkehrssicherheit“, sagte Verkehrs-Staatssekretär Jens Deutschendorf (Grüne) beim landesweiten Wintersdienst-Auftakt am Donnerstag in Frankenberg.

Straßenmeistereien sind für den Winter gerüstet

Um möglichst wenig Salz zu verbrauchen, setzt Hessen-Mobil auf eine computergesteuerte Streutechnik sowie hochwirksames Feuchtsalz, das sich gleichmäßig verteile, gut hafte und schon in kleinen Mengen große Tauwirkung erziele. Mit dieser Technik reiche schon ein Teelöffel Salz pro Quadratmeter, sagte Gerd Riegelhuth, Präsident von Hessen-Mobil.

Streusalz aus der neuen Frankenberger Salzhalle

Der Grund dafür, dass sich Politiker und hochrangige Hessen-Mobil-Vertreter zum Winterauftakt nach Frankenberg aufgemacht hatten, sind Horst Hildebrandt und Florian Hampel. Die beiden Mitarbeiter der Frankenberger Straßenmeisterei waren im Juni Hessenmeister im Schneepflug-Fahren geworden (wir berichteten). 

Vor großem Publikum zeigten Hildebrandt und Hampel am Donnerstag, wie man ein tonnenschweres Räumschild anbaut und Salz sowie Sole auf die aufgerüsteten Winterdienst-Fahrzeuge lädt.

Spiegelglatte Straßen 

Nicht nur die Höhe des Räumschildes, sondern auch die Zufuhr von Salz und Sole, die sich im Streuteller am Heck des Lkw mischen, wird elektronisch gesteuert. „Ein Sensor misst die Oberflächentemperatur“, erläuterte Hessen-Mobil-Präsident Gerd Riegelhuth. „Mit dieser Technik konnten wir die eingesetzte Streusalzmenge ganz erheblich reduzieren.“

„Wenn die Straßen feucht sind und es im Winter aufklart, wird es oft innerhalb von Minuten spiegelglatt“, weiß Harry Kirschner, Leiter der Frankenberger Straßenmeisterei. Er und seine Mitarbeiter hätten das Wetter stets im Blick und streuten bei drohendem Glatteis auch schon präventiv, sagte Kirschner. Als „neuralgische“ Punkte in seinem Gebiet nannte er die Sackpfeife und den Raum Frankenau.

Hintergrund

Für den Winterdienst sind bei Hessen-Mobil landesweit rund 1450 Mitarbeiter mit 500 Fahrzeugen im Einsatz. Zuständig sind sie für 16 200 Kilometer Autobahnen, Bundes-, Landes- und Kreisstraßen. Die Straßenmeistereien haben 120 000 Tonnen Streusalz eingelagert. Mit dieser Menge könnte man 4900 Lastwagen beladen. Bei Eis und Schnee sind die Fahrzeuge des Winterdienstes ab 2 Uhr im Einsatz, damit Bundes-, Landes- und Kreisstraßen ab 6 Uhr frei befahrbar sind.

Nach dem ersten Wintereinbruch vor zwei Jahren waren die Straßenmeistereien im Landkreis ebenfalls schon gut gerüstet.

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