Versorger planen im Jahr 2018 keine Erhöhungen

Strompreise in Waldeck-Frankenberg bleiben vorerst stabil

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Strompreis: In vielen deutschen Städten steigt der Preis, in Waldeck-Frankenberg soll sich dieses Jahr nichts ändern.

Waldeck-Frankenberg. Im Jahr 2017 war der Strom deutschlandweit so teuer wie nie, hatte das Verbraucherportal Verivox kürzlich analysiert. Auch zum Jahresbeginn sollten die Preise vielerorts weiter steigen. In Waldeck-Frankenberg werden die Strom- und auch die Gaspreise aber konstant bleiben, teilen die Versorger mit.

„Energie Waldeck-Frankenberg (EWF) hält die Strom- und Erdgaspreise in diesem Jahr stabil“, sagt EWF-Sprecher Axel Voigt. Bei mehreren Produkten, beispielsweise bei EWF Konstant Strom oder auch bei Easy Gas, gebe es Preisgarantien bis Ende Januar 2020 beziehungsweise bis Ende September 2019. EWF verfolge das Ziel, die Preise „verlässlich konstant zu halten“. Auch die Energiegesellschaft Frankenberg (EGF) kündigt an, die Preise für die Kunden im Jahr 2018 stabil halten zu wollen.

Sinken werden die Kosten für die Waldeck-Frankenberger aber wohl nicht: „Einerseits sanken die staatlichen Umlagen und regulierten Kosten zum 1. Januar 2018. Im Gegenzug sind jedoch seit Anfang 2016 die Großhandelspreise deutlich angestiegen“, so Voigt.

Auch EAM – das kommunale Unternehmen, an dem neben Waldeck-Frankenberg elf weitere Landkreise beteiligt sind – kündigt an, die Preise für Strom und Gas vorerst nicht ändern zu wollen. In „absehbarer Zeit“ plane man keine Anpassungen, sagt Unternehmenssprecher Steffen Schulze. „Wie sich die Energiepreise langfristig entwickeln, können wir jedoch nicht voraussagen.“

Dass die deutschlandweit steigenden Strompreise weniger stark auf die erneuerbaren Energien zurückzuführen seien, vermutete jetzt die Berliner Denkfabrik Agora Energiewende in einer Untersuchung. Im Durchschnitt, so die Prognose, steigen die Stromkosten um 1,4 Prozent auf 30 Cent die Kilowattstunde.

392 Stromsperren im vergangenen Jahr

Werden die Stromkosten nicht regelmäßig bezahlt, ist der Energieversorger berechtigt, die Energieversorgung eines Haushalts zu unterbrechen. Im Jahr 2017 hat Energie Waldeck-Frankenberg im gesamten Netzgebiet 392 Stromsperrungen vorgenommen, 2016 waren es 358 , im Jahr zuvor 331 und 2014 waren es 360. Allerdings: Seit Januar 2016 hat sich das Netzgebiet von EWF um ein Drittel vergrößert, nachdem EWF Bereiche von Energienetz Mitte (EAM) übernommen hatte. Dennoch habe die Zahl der Stromsperrungen nur leicht zugenommen „und ist prozentual zum größeren Netzgebiet sogar gesunken“, sagt EWF-Sprecher Axel Voigt.

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