Bald dürfen nur noch Ärzte lasern

Studios ärgern sich über neues Gesetz zur Tattoo-Entfernung

Können die Neuregelung zur Tattoo-Entfernung per Laser nicht verstehen: Adriano Mourao und Ehefrau Chiara Mourao Büchling vom Body-Style- und Tattoostudio in Bad Arolsen.
+

Waldeck-Frankenberg. Künftig sollen nur noch Ärzte Tattoos mit Hilfe von Lasern entfernen dürfen.

Bislang ist dies unter anderem auch Mitarbeitern von Kosmetik- oder Tätowierstudios erlaubt, die sich eine entsprechende Qualifikation erworben haben. Sie schlagen wegen der künftigen Regelung Alarm, wie eine Umfrage unserer Zeitung im Landkreis ergab.

 „Wir sind kein Betrieb, der sich für 1000 Euro einen Laser im Internet gekauft hat und nun freudig Menschen verunstaltet. Unser Anliegen ist es, mit dem Laser Menschen von einem Tattoo zu befreien, das sie meist emotional stark belastet“, sagt Adriano Mourao vom Body-Style- und Tattoostudio in Bad Arolsen.

Zeit und Geld investiert

 „Wir haben viel Zeit und Geld in diesen Arbeitszweig investiert und schon vielen Menschen damit geholfen. Es ist sehr bedauerlich, wenn uns diese Möglichkeit nun einfach weggenommen wird.“ Mourao weist darauf hin, dass er sein Studio angesichts der Neuregelung zwar nicht schließen müsse, da das Hauptstandbein das Tätowieren sei. 

Umsatzeinbußen befürchtet

„Extreme finanzielle Einbußen haben wir natürlich trotzdem zu verzeichnen, da unser Laser eben kein billiges Gerät ist.“ Mit „enormen Umsatzeinbußen“ rechnet auch Sabine Lantzberg vom Frankenberger Kosmetik- und Haarentfernungsstudio „Skin Basics“. Schließlich sei die Tattoo-Entfernung sehr gefragt. „Die Geräte, die wir dafür benutzen, haben einen hohen Anschaffungspreis und können sich dann nicht mehr amortisieren.“ 

Um weiterhin Tattoo-Entfernung anbieten zu können, müsste sich Sabine Lantzberg extra einen Arzt für die Zusammenarbeit suchen. „Dies wird sich in unserer Region aber als schwierig herausstellen“, sagt sie und fügt hinzu: „Sollte sich ein Arzt zur Verfügung stellen, profitiert dieser letztlich durch meinen Namen und erhöht einfach nur seinen eigenen Umsatz.“

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare