Einsätze für Feuerwehr und Abschleppdienste im Landkreis

Sturm und Schnee in Waldeck-Frankenberg: Bäume stürzten um, Autos steckten fest 

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Umgestürzte Buche zwischen Dodenhausen und Gemünden.

Waldeck-Frankenberg. Unzählige Notrufe aufgrund umgestürzter Bäume haben seit Samstagabend das Polizeipräsidium Nordhessen erreicht. Auch in Waldeck-Frankenberg kam es wegen Sturm und Schnee zu Verkehrsproblemen. 

Infolge der Wetterlage seien zwischen 100 und 150 Bäume auf Fahrbahnen von Bundes-, Landes- und Kreisstraßen in Nordhessen gefallen, berichtete das Polizeipräsidium in Kassel am Sonntagmorgen. Einige Straßen mussten daher gesperrt werden. 

Straßenmeistereien und Feuerwehren befanden sich im Dauereinsatz. Die Sachschäden hielten sich in Grenzen und entstanden in der Regel dadurch, dass sich Verkehrsteilnehmer in Schneeverwehungen festgefahren hatten oder in Straßengräben gerutscht waren, berichtete die Polizei.

Feuerwehr Gemünden rückt aus

Während ihrer Samstagsausbildung wurde die Freiwillige Feuerwehr Gemünden alarmiert. Ein Baum war zwischen Gemünden und Dodenhausen auf die Landesstraße gestürzt und hatte die Leitplanke beschädigt sowie die Fahrbahn blockiert. Unter der Leitung von Stadtbrandinspektor Andre Boucsein rückten 15 Freiwillige aus, zersägten die Buche und räumten die Straße frei. Etwa eine Stunde dauerte der Einsatz.

Mann folgte Navi

Bereits am Freitag erwischte es einen Fahrer: Er war mit einem Mietwagen von Rosenthal in Richtung Bracht unterwegs. Wahrscheinlich wählte der Bordcomputer den kürzesten Weg aus, sodass der Fahrer mit seinem blauen Range Rover die Landesstraße verlassen hatte und einem matschigen Feldweg gefolgt war. Nach etwa 150 Metern steckte der Mietwagen so fest, dass der ADAC gerufen werden musste. Nach mehrstündigem Gezerre gab der ADAC auf und räumte das Feld. Die Bergungsfirma AVAS aus Frankenberg rückte am Samstag mit Spezialgerät an und zog den blauen Range Rover aus dem Schlamassel.

Schon mit Sommerreifen

Einige Verkehrsteilnehmer, die bereits von Winter- auf Sommerreifen umgestellt haben, wurden durch den erneuten Wintereinbruch überrascht. So kam ein 24-jähriger Mann mit seinem Fox am Samstag auf schneeglatter Fahrbahn zwischen Benkhausen und Diemelsee-Schweinsbühl von der Fahrbahn ab und krachte mit der Front gegen einen Straßenbaum. Der Sachschaden beläuft sich auf 2000 Euro, der junge Mann blieb unverletzt, gab die Polizei bekannt.

Frostbeulen an den Händen

Auf der Gemeindestraße zwischen Diemelsee-Stormbruch und Bontkirchen hatte sich ein Holländer am späten Samstagabend mit seinem Citroen auf dem Höhenkamm in einer Schneewehe festgefahren. Die Familie war dem Navi gefolgt und befand sich auf dem Weg nach Brilon. Ein 56-jähriger Jagdpächter zog mit seinem Geländewagen den eingeschneiten Citroen aus seiner festgefahrenen Lage. Der Familienvater hatte sich beim Versuch, sein Fahrzeug mit den ungeschützten Händen freizuschaufeln, Erfrierungen an den Extremitäten zugezogen.

(www.112-magazin.de)

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