Goddelsheim

Tierschützer verklagen Angelpark

- Lichtenfels-Goddelsheim (den). Mit scharfen Vorwürfen sieht sich der Betreiber eines Angelparks in Goddelsheim konfrontiert: Die Tierschützer von PETA erstatteten Anzeige. Boris Wagner sieht in den Vorwürfen „heiße Luft“.

Der „Fischzuchtbetrieb & Angelpark Wagner“ hat nach Ansicht von PETA gegen das Tierschutzgesetz verstoßen. „Wagner mästet Fische und überführt sie ‚schlachtreif‘ in einen Teich, wo sie wiederholt geangelt und wieder hineingeworfen werden“, heißt es in einer Pressemitteilung. Außerdem biete er in seinem Weiher gegen Gebühr das Fischen von geschützten Stören an – PETA erstattete deshalb Anzeige wegen Verdachts auf Verstoß gegen das Hessische Fischereigesetz.

„Die Vorwürfe stimmen nicht“, empört sich Betreiber Boris Wagner auf WLZ-FZ-Nachfrage; von PETA oder der Staatsanwaltschaft Kassel sei er noch nicht über die angebliche Anzeige informiert worden. „Ich arbeite hier schon immer nach guter fachlicher Praxis. Ohne Angelschein kommt niemand ans Wasser. Dem Ganzen sehe ich also gelassen entgegen.“ Seine Zulassung werde stets kontrolliert, deshalb gehe es in dem Betrieb, in dem auch Fische gezüchtet werden, mit rechten Dingen zu: „Ich halte mich immer an die Regeln des Gesetzes. Wenn das durchgehen sollte, müsste man alle Angelparks in Deutschland zumachen.“

Aus der Strafanzeige, die WLZ-FZ vorliegt, ist zu entnehmen, dass sich die Kläger auf die Internetseite des Angelparks beziehen. Sie seien zuversichtlich, dass die Strafanzeige „Erfolg haben wird“, erklärt Dr. Edmund Haferbeck, wissenschaftlicher Berater und Mitkläger, im Namen von PETA.

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