Freude im Landkreis über heißen Sommer, aber höhere Kosten als sonst

Top-Bilanz: Besucherzahlen in Freibädern verdoppelt

Badespaß im Spätsommer: Der sechsjährige Noah aus Korbach springt auch im September noch gerne ins große Becken im Korbacher Freibad.

Waldeck-Frankenberg. Für die Betreiber von Freibädern geht eine besonders erfolgreiche Saison zu Ende. Das beständig heiße Sommerwetter hat mehr Badegäste als sonst angelockt. Das bestätigt unsere Umfrage unter einigen Bädern im Landkreis.

„Wir haben so viele Besucher gezählt wie noch nie“, sagt Jens Wiegand. Er ist Vorsitzender des Schwimmbadvereins Ehringen, der das Freibad seit 2005 betreibt. Seit Ende Mai war das Bad fast jeden Tag geöffnet. Seitdem kamen circa 8300 Besucher – doppelt so viele wie in den Jahren zuvor. Sogar drei mal so viele Schwimmer wie im vergangenen Jahr – 9000 Besucher – hat der Freibadverein Rengershausen gezählt. Vor allem in den Sommerferien lief es gut. So auch im Henkel-Erlebnisbad in Vöhl: Mit 12 000 Besuchern habe sich die Zahl vom Vorjahr verdoppelt. Die Betreiber haben auf das gute Wetter reagiert und teilweise ihre Angebote ausgebaut, ob in Form von Fitness- und Schwimmkursen oder längeren Öffnungszeiten.

Der Spaß ist aber teuer: „Mehr Badegäste bedeuten auch steigende Betriebskosten, die durch den zusätzlichen Ticketverkauf nur teilweise abgedeckt werden“, heißt es vonseiten der EWF, Betreiber des Henkelbades. Wegen der „moderaten Eintrittspreise“ im Freibad wirken sich laut Wolfgang Wilhelm, Geschäftsführer der Bäderbetriebsgesellschaft Korbach, Mehreinnahmen „nicht extrem“ aus. Außerdem bleiben an Sommertagen Einnahmen im Hallenbad aus.

Die Eintrittserlöse sind zwar positiv für den Haushalt der Gemeinde, der Bäderbetrieb bleibt jedoch defizitär, betont Stefan Dittmann, Bürgermeister der Gemeinde Twistetal, die zwei Freibäder in Twiste und Berndorf betreibt. Er führt einen weiteren Aspekt an: Die Belastung für die Schwimmmeister war in dieser Saison enorm. „Für sie war stets volle Konzentration gefordert.“

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