Waldeck-Frankenberg

Touristische „Rohstoffe“ im Landkreis abbauen

- Waldeck-Frankenberg. Auch wenn es den Menschen heute nicht mehr bewusst ist, gibt es im Geopark GrenzWelten zahlreiche historische Bergbaugebiete. Sie sollen jetzt touristisch besser erschlossen werden.

An vielen Orten wurden bereits seit vielen Hundert Jahren die verschiedensten Rohstoffe abgebaut und verarbeitet. Spuren sind in der Landschaft noch heute erkennbar. Eine vom Geopark in Auftrag gegebene Studie des Vöhler Geologen Dr. Sven Bökenschmidt hat diese sichtbaren Zeugnisse näher untersucht und Vorschläge für eine geotouristische Nutzung erarbeitet. Die Ergebnisse der Studie wurden am Freitag in Herzhausen der Öffentlichkeit vorgestellt.

Im Geopark sind bereits acht Einrichtungen in einem Netzwerk der Besucherbergwerke organisiert. Auf Initiative der Heimatbünde im Hochsauerland wurde die Idee entwickelt, diese und weitere Einrichtungen in einer grenzübergreifenden „Sauerländisch-Hessischen Bergbauroute“ zu verknüpfen. Bereits im letzten Jahr wurde vom Planungsbüro Kultland eine Vorstudie für den nordrhein-westfälischen Bereich vorgelegt. Darin werden mehrere Projekte unter anderem auch zum Thema „Bergbau“ vorgeschlagen, die sich teilweise bereits in der Umsetzungsphase befinden. Hauptziel ist es, die Anlaufpunkte durch Themenpfade, Infotafeln und Informationseinrichtungen touristisch zu erschließen.

Für den hessischen Teil hat Bökenschmidt insgesamt zehn bergbauhistorisch interessante Bereiche näher untersucht, darunter das „Montangebiet Orpetal“ bei Diemelstadt, das Bergbaurevier Adorf, den Dachschieferabbau bei Willingen, die Coelestingrube zwischen Gembeck und Wirmighausen, die Goldlagerstätte Korbacher Eisenberg, das Kupferbergbaurevier bei Thalitter, die Kupferpingen bei Frankenberg-Geismar, der Manganabbau bei Battenberg, das Bergbaurevier in Bergfreiheit (Kellerwald) und das Braunkohlen-Bergbaurevier in Borken.

Mehr lesen Sie in der WLZ-FZ am Montag, 29. März 2010.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare