Zahl der Hausschlachtungen geht deutlich zurück

Tradition droht auszusterben – Fleisch nur für Eigenbedarf bestimmt

Hausmacherwurst: Wilfried Becker aus Gemünden ist seit 45 Jahren als Hausmetzger tätig. Er erlebt aus nächster Nähe mit, wie die Zahl der Hausschlachtungen mehr und mehr abnimmt. Der 61-Jährige hat aber noch genug Kunden, die von ihm ihr Schwein schlachten lassen, um Rote Wurst, gepökeltes Bauchfleisch und Schwartenmagen nach traditioneller Herstellung zu bekommen.  Foto: Biedenbach

Waldeck-Frankenberg. Die Zahl der Hausschlachtungen – früher gang und gäbe auf nahezu jedem Bauernhof in Waldeck-Frankenberg – geht drastisch zurück.

Laut Veterinäramt wurden im Jahr 2009 von Privatpersonen 1143 Schweine geschlachtet, 2013 waren es 702 und bis Ende November 2016 nur noch 418. Zahlen aus weiter zurückliegender Zeit sind nicht archiviert. „Die Tradition der Hausschlachtung wird aussterben“, sagt Hausmetzger Wilfried Becker (61) aus Gemünden. Und er nennt Gründe: „Wer braucht heute noch ein ganzes Schwein als Vorrat? Kaum einer hat noch eine Waschküche oder Räucherkammer. Und es gibt immer weniger Bauernhöfe.“

Mehr über die Arbeit der Hausmetzger lesen Sie in der WLZ-Freitagausgabe.

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