Ehrenamtlich überlasteten Eltern Hilfe bieten

Treffpunkte suchen Paten für Familien

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Werben für mehr ehrenamtliche Familienpatenschaften: (von links) die beiden Fachdienst-Mitarbeiterinnen Miriam Blaschke und Mirka Fuchs, die Vorsitzende der Treffpunkte Ronni Vöhl-Homberger und die Familienpatin Petra Eckel.

Waldeck-Frankenberg – Familienpaten unterstützen stark belastete und überforderte Familien und helfen ihnen damit, den Alltag zu bewältigen.

Der Kreisverband der Treffpunkte hat dieses Projekt im September 2017 eingeführt. Jetzt werden weitere ehrenamtliche Familienpaten gesucht. Vor allem im Raum Korbach bestehe noch Bedarf, betont die Diplom-Pädagogin Mirka Fuchs, eine der beiden Mitarbeiterinnen der Treffpunkte, die das Projekt betreuen.

Derzeit gebe es eine Warteliste mit Personen oder Familien, die freiwillig nach Unterstützung fragen. Bislang konnte der Fachdienst landkreisweit neun Paten erfolgreich vermitteln. Doch in der Kreisstadt habe sich bislang noch niemand bereit erklärt, weshalb der Treffpunkt dort für den 3. April zu einem Informationsabend einlädt. 

Keine professionelle Hilfe ersetzen

Die Familienpatenschaften sollen keine professionelle Hilfe ersetzen, betont die Vorsitzende Ronni Vöhl-Homberger. Das Angebot soll niederschwellig sein und richtet sich an Familien, Schwangere, Alleinerziehende und sonstige Erziehungsberechtigte mit Kindern bis zu drei Jahren, die in ihrer aktuellen oder bevorstehenden Lebenssituation eine große Herausforderung sehen. Das könne im Prinzip jeder Familie so ergehen. „Viele Eltern haben Schuldgefühle und fragen sich, bin ich gut genug“, erklärt Vöhl-Homberger. Außerdem sind Kinder und Jugendliche von Eltern mit psychischer Erkrankung angesprochen. 

Freude an Kindern haben

Daher suchen die Treffpunkte kontinuierlich Menschen, die Freude an Kindern haben und die sich ehrenamtlich engagieren möchten. Denn eine Entlohnung gibt es dafür nicht. Lediglich die Fahrtkosten werden erstattet. Die Hilfe im Alltag werde ganz individuell besprochen und die Familienpaten werden fachlich betreut und geschult. Die Unterstützung kann gemeinsames Spielen, Betreuung der Kinder, Begleitung zu Behördengängen und schlicht Gespräche umfassen. Den zeitlichen Umfang bestimmen die Familien und Paten gemeinsam. Von Stefanie Rösner

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