Wieder Schockanrufe im Landkreis

Trickbetrüger erbeuten 1000 Euro

Waldeck-Frankenberg - In den letzten Wochen war es um das Phänomen "Schockanrufe" ruhig im Landkreis Waldeck-Frankenberg geworden. Nun schlugen die Trickdiebe wieder zu.

Fünf solcher Anrufe sind am Dienstag bei der Polizei bekannt geworden. (Vier davon in Korbach und einer im Edertal). In einem Fall erbeuteten die Betrüger dabei 1000 Euro, in den anderen Fällen gingen sie leer aus.

Die Masche hat sich nicht verändert. Die Betrüger geben am Telefon vor, dass ein naher Angehöriger einen Verkehrsunfall verursacht habe und dabei ein Kind schwer verletzt worden sei. Für die Behandlung dieses Kindes sei sofort eine größere Summe Bargeld notwendig. Die Abholung des Geldes wird dann für die nächsten Minuten angekündigt. Es werden häufig bis zu 20 000 Euro Bargeld gefordert. Da man solch hohe Beträge in der Regel nicht zu Hause aufbewahrt, werden auch "Anzahlungen" akzeptiert. So wechseln nicht selten mehrere Tausend Euro den Besitzer.

Der Geldabholer, der am Dienstagabend um 18.10 Uhr in Korbach 1000 Euro in der Remscheider Straße ergaunerte, wurde so beschrieben: Er ist etwa 40 Jahre alt , 180 cm groß und sprach deutsch. Er hat dunkle glatte Haare und trug einen Oberlippenbart. Bekleidet war er mit einer schwarzen Jacke und einer Jeanshose.

Die Ermittler suchen Zeugen. Hinweise bitte an die Kriminalpolizei in Korbach, Tel.: 05631-971-0; oder an jede andere Dienststelle. Für die polizeilichen Ermittlungen ist es wichtig, dass alle "Schockanrufe" gemeldet werden, auch wenn sie nicht erfolgreich waren.

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