Redewendung vom 3. August

Trittbrettfahrer

- Sie erhalten Anerkennung für eine Leistung, die sie nicht erbracht haben, oder sie nutzen die Gutmütigkeit anderer aus.

Die Rede ist von Trittbrettfahrern. Der Begriff hat es weit geschafft. In der Kriminalistik werden damit Personen bezeichnet, die nach öffentlichkeitswirksamen und oft traurigen Ereignissen mit weiteren solcher Taten drohen. Häufig geschieht das nach Amok-läufen oder Anschlägen. Auch in der Wirtschaft ist die Rede vom Trittbrettfahrern oder dem free-rider – meist dann, wenn Menschen von einer Leistung nicht ausgeschlossen werden können. Möchte jemand nicht für die Verteidigung der Nation zahlen, schließt das trotzdem nicht aus, dass die Armee ihm hilft. Solche Leistungen werden dann häufig über Steuern geregelt. Den Ursprung hat das Wort allerdings vom Trittbrett an Straßenbahnen oder Zügen. Schwarzfahrer sprangen auf die Bretter auf und zahlten nichts für die Fahrt an der frischen Luft. (tt)

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