Viele sind bereits abgestorben

Trockenheit setzt Buchen in Waldeck-Frankenberg zu

Waldeck-Frankenberg – Die Trockenheit und die Hitze in diesem und dem vergangenen Sommer setzt vor allem den Buchen in Waldeck-Frankenberg zu.

Ein Absterben ganzer Bestände, wie es in anderen Regionen bereits festgestellt wurde, gibt es im Landkreis bisher nicht. Dennoch könnte die Situation wirtschaftliche Folgen und Auswirkungen für Waldbesucher haben.

Viele ältere Buchen seien aufgrund der Trockenheit bereits im Winter abgestorben, sagt Martin Klein, Leiter der Forstämter in Diemelstadt und Vöhl. Oft hätten die Buchen nicht einmal ausgetrieben, insgesamt seien sie sehr schlecht belaubt, viele würden krank aussehen.

Ganze Bestände seien bisher nicht betroffen, so Klein. „Das heißt aber nicht, dass das nicht noch kommt.“ Demnächst würden alle Bestände abgelaufen, um die genauen Schäden zu begutachten. Deshalb ist bisher noch nicht klar, wie viele Buchen tatsächlich bereits abgestorben sind oder im Moment absterben.

Ähnlich ist die Situation im Süden Waldeck-Frankenbergs. Von absterbenden Baumkronen und hohen Blattverlusten berichtet Eberhard Leicht, Leiter des Forstamts Burgwald. „Es gibt kein flächiges Absterben bisher, aber signifikante Vitalitätsverluste.“ Sollte es noch drei ähnlich trockene und warme Sommer geben, so Leicht, würden erste Buchenbestände verloren gehen. Auswirkungen hat die Situation auch auf die heimische Wirtschaft. Weil es den Bäumen schlecht geht, leidet die Holzqualität. „Die Vermarktung ist schwer“, sagt Klein.

Mark Harthun, Experte des NABU, mahnt eine schnelle Umstellung der Holzernte an. Derzeit würden zu viele Buchen gefällt.

Auch auf die Bevölkerung könnte sich die Trockenheit der Bäume auswirken. Zweige und Äste könnten schneller abfallen und Waldbesucher gefährden. „Die Verkehrssicherheit ist ein riesen Problem“, sagt Klein. Es gebe zwar ein Betretungsrecht für den Wald, dies passiere jedoch auf eigene Gefahr.

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