Unser Musik-Tipp

Spontane Härte

Tyler Bryant & The Shakedowns zeigen auf ihrem dritten Album „Truth And Lies“ spontane Frische und stilistische Vielfalt. Mit Classic-Rock, Blues, Punk und Grunge.

Tyler Bryant aus Nashville hat in seiner Band den Aerosmith-Spross Brad Whitford zur Seite. Aber vor allem die jüngsten Tourneen mit AC/DC und Guns N’Roses haben den in Texas geborenen Gitarristen und Songwriter in der Classic-Rock-Welt bekannt gemacht. Die Songs auf „Truth and Lies“ klingen noch energetischer und moderner als die vom eher lockeren Rock’n’Roll getragenenen Nummern der Vorgänger. Einges wurde live eingespielt – das gibt diese spontane Frische. Zentnerschwere Gitarrenriffs wie bei den düsteren „Shock An Awe“ und „Eye to Eye“ versetzen in die hardrockige Led Zeppelin-Zeit der Endsechziger/Anfangsiebziger. Werke wie das ungestüme „On The Next“ und das rasende „Drive Me Mad“ bringen zudem punkig-grungigen Dampf der 90iger ins Spiel. „Judgement Day“ zielt auf die gleiche Zeit, doch diesmal mehr mit Verweis auf die Alternative-Rock-Ära mit starker Singer-Songwriter-Attitüde. Einen lockeren Kontrast dazu zaubern die urig-bluesigen „Ride“ und „Cry Wolf“ sowie die vom Southernrock beeinflussten „Trouble“ oder „Judgement Day“. Und mit den melancholischen Songs „Shape I’m In“ und „Out There“ nimmt Tyler seine Fans auf balladeske, gefühlvolle Art mit auf den Selbsterfahrungs-Trip des Erwachsenenwerdens. Also schöne Kontraste der Emotionen sowie Rock- und Blues-Traditionen. Ein druckvoller Mix der Emotionen. Ein stimmungsvoller Soundtrack für die Feier oder den gemütlichen Abend am Feuer. /ros

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare