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Über die Wupper gehen

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Von: Theresa Demski

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- Die Wupper gilt als Fluss ohne Wiederkehr: Wer über die Wupper geht, ist tot oder zumindest verschwunden.

Die Geografie Wuppertals bittet viele mögliche Ursprünge für die Wendung: Der Gang zum Friedhof oder zum Todestrakt erforderte die Überquerung des Flusses. Auch Hab und Gut können über die Wupper gehen: Das Amtsgericht, in dem Geschäftsmänner Insolvenz anmelden mussten, lag auf einer Insel; ein Umzug vom reichen auf das ärmere Ufer galt als sozialer Abstieg. Die am wenigsten unerfreuliche Art, über die Wupper zu gehen, kam im 18. Jahrhundert auf: Die Wupper bildete die Grenze zwischen dem Herzogtum Berg und der Grafschaft Mark. Letztere plagte Preußenkönig Friedrich Wilhelm I. mit Zwangsrekrutierungen. Wer über die Wupper ging und ins Bergische floh, hatte dem Soldatenkönig ein Schnippchen geschlagen. (wf)

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