Waldeck-Frankenberg: In einem Jahr 19 Menschen ums Leben gekommen

Unfallstatistik 2012: Mehr Verkehrstote

Waldeck-Frankenberg - Die Zahl der Verkehrstoten im Landkreis ist 2012 auf 19 gestiegen, im Jahr zuvor waren es zehn. Das ergibt sich aus der am Mittwoch vorgestellten Unfallstatistik der Polizeidirektion Waldeck-Frankenberg. Insgesamt ereigneten sich im vergangenen Jahr 3783 Verkehrsunfälle - das sind 96 mehr als 2011.

Bei den Unfällen mit schwer Verletzten verzeichnet die Polizei unterdessen einen Rückgang auf 224 (Vorjahr: 235). Die Summe der Sachschäden beläuft sich auf insgesamt 9,9 Millionen Euro. Diese Zahl sei aber von den Polizeibeamten lediglich geschätzt worden, schränkte Wilfried Meier ein, Leiter der Führungsgruppe bei der Polizeidirektion in Korbach.

Bei 111 Unfällen waren Alkohol oder Drogen im Spiel. Eine Person starb bei diesen Unfällen, 52 erlitten Verletzungen. Gleichwohl verbucht die Polizei einen Erfolg: Im Vergleich zu 2006 ist die Zahl der Unfälle unter Alkohol- und Drogeneinfluss deutlich um 19 Prozent zurückgegangen. "Ursächlich dafür dürfte der ständig erhöhte Kontrolldruck sein", sagte Meier: Seit 2007 kontrollieren die Beamten immer häufiger und ziehen dabei auch mehr Menschen mit Alkohol oder anderen Substanzen im Blut aus dem Verkehr, die in der Statistik als "folgenlose Trunkenheits- und Drogenfahrten" Einschlag finden. Im vergangenen Jahr waren das 263 Fälle, 30 Prozent mehr als 2006.

Ein großes Problem in Waldeck-Frankenberg bleiben die Wildunfälle: Sie machen mittlerweile ein gutes Drittel aller Verkehrsunfälle aus, 2006 waren es noch knapp 20 Prozent. Als Ursache wird unter anderem ein Anstieg der Wilpopulation vermutet, bedingt durch milde Witterungsbedingungen, geringe Abschusszahlen und ein Überangebot an Futter.

Mehr lesen Sie in der WLZ-FZ am Freitag, 31. Mai 2013.

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