Waldeck-Frankenberg

Unterschriftenaktion zum Erhalt der Schulsozialarbeit

- Waldeck-Frankenberg (nv). Das Ringen, um die Finanzierung der Schulsozialarbeit in Waldeck-Frankenberg geht weiter: Der Kreiselternbeirat hat eine Unterschriftenaktion gestartet, um das Land zur weiteren Mitfinanzierung sowie zum Ausbau des Angebots aufzufordern.

Mobbing, Gewalt, Sucht, Rassismus und andere Verhaltensauffälligkeiten: Die Probleme, mit denen Schulen in Ballungszentren seit Jahren zu kämpfen haben, gibt es längst auch auf dem Land. Laut Landrat Helmut Eichenlaub fordert der Kreis seit 2001 die Einführung von Schulsozialarbeit. 2008 einigten sich Land, Kreis und Kommunen in Waldeck-Frankenberg darauf, die Finanzierung zu dritteln. Seit Oktober 2008 gibt es an heimischen Schulen 13 halbe Stellen für Schulsozialarbeit.

Die sozialpädagogische Betreuung hat sich bislang bewährt. Als Hessens Kultusministerin Dorothea Henzler (FDP) ankündigte, zum Schuljahresende aus der Finanzierung auszusteigen und die Haushaltskonsolidierung vorzuziehen, regte sich daher überall im Kreis Widerstand. So verabschiedeten beispielsweise der Kreistag, die Korbacher Stadtverordneten und zahlreiche Schulelternbeiräte entsprechende Resolutionen, die zu Erhalt und Ausbau der Schulsozialarbeit aufrufen. Auch der Lehrerpersonalrat fordert das Land auf, die Mittel nicht zu streichen, sondern aufzustocken.

Um all diese Vorstöße zu dokumentieren, haben die Mitglieder des Kreiselternbeirats bei ihrer Sitzung am 24. November in Bad Wildungen beschlossen, eine Unterschriftenaktion zu starten. „Die Schulen geben ein positives Feedback und auch das Schulamt hat Rückendeckung signalisiert. Dennoch sind die Verträge der Schulsozialarbeiter zum Juli 2010 gekündigt“, berichtet Elternbeiratsvorsitzende Inga Zekl. Solange die Finanzierung nicht geklärt sei, müsse der Kreis als Schulträger auf Nummer sicher gehen, zeigt die Korbacherin Verständnis. „Aber wir Eltern haben damit keine Sicherheit und deshalb möchten wir alle auf die Situation aufmerksam machen“, wirbt sie bei Eltern, Großeltern und Interessierten um Unterstützung.Weitere Informationen gibt es bei Inga Zekl unter E-Mail: inga.zekl@gmx.de.

Mehr lesen Sie in der WLZ-FZ-Zeitungsausgabe vom 4. Dezember 2009.

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