Verkehrsstatistik: Täglich fast elf Unfälle im Landkreis

15 Menschen starben im vergangenen Jahr bei Verkehrsunfällen

Die Zahl der Verkehrsunfälle im Landkreis ist von 2016 zu 2017 um 141 gestiegen. Das Foto zeigt einen Unfall zwischen Korbach und Berndorf im Dezember.

Waldeck-Frankenberg. Im Landkreis Waldeck-Frankenberg sind im vergangenen Jahr 15 Menschen bei Verkehrsunfällen gestorben. Das geht aus der Verkehrsunfallstatistik hervor, die die Polizei in dieser Woche veröffentlicht hat. Im Jahr 2016 waren es 14 Verkehrstote, 2015 nur fünf. Mit 440 Leicht- und 238 Schwerverletzten wurden im Jahr 2017 weitere Höchstwerte der vergangenen fünf Jahre erreicht.

Auch die Zahl der Verkehrsunfälle im Landkreis ist von 2016 zu 2017 gestiegen: um 141 (3,69 Prozent). Die Polizeidirektion Waldeck-Frankenberg nahm in ihrem Zuständigkeitsbereich im vergangenen Jahr 3963 Verkehrsunfälle auf – 2332 außerhalb geschlossener Ortschaften, 1631 innerorts. Das sind im Schnitt pro Tag fast elf Unfälle.

Neun der 15 Verkehrstoten kamen als Fahrzeuginsassen ums Leben, drei als Fußgänger und drei weitere als motorisierte Zweiradfahrer. Der materielle Gesamtschaden bei den Unfällen habe insgesamt wie im Jahr 2016 bei rund zehn Millionen Euro gelegen.

Positiv wird im Polizeibericht die Reduzierung von Unfällen unter dem Einfluss von Drogen oder Alkohol hervorgehoben. Die Polizei führt das auf ihre Präventionsmaßnahmen und gezielten Kontrollen zurück. Dies habe zu einer Senkung von 95 im Jahr 2016 auf 75 Verkehrsunfälle mit Drogen oder Alkohol geführt – einem Rückgang von 21,05 Prozent. Der Anteil an der Zahl aller Unfälle liege bei 1,9 Prozent.

Hauptunfallursachen waren im vergangenen Jahr Abstandsverstöße (310), Fehler beim Wenden und Rückwärtsfahren (286) und Geschwindigkeitsverstöße (271). Von 692 Verkehrsunfallfluchten konnten 214 geklärt werden (Aufklärungsquote: 31 Prozent). Bei 30 Verkehrsunfällen mit Unfallflucht seien Menschen verletzt worden: sieben schwer und 28 leicht. Tatorte von Unfallfluchten sind laut Polizei oft Parkplätze, vor allem von Einkaufsmärkten. 

Mehr Unfallfluchten

Das Polizeipräsidium Nordhessen (inklusive Waldeck-Frankenberg) verzeichnete in seinem Zuständigkeitsbereich im vergangenen Jahr 21 767 Verkehrsunfälle (+1219). Dabei kamen 38 Menschen ums Leben (2016: 45). Insgesamt 889 Verkehrsteilnehmer erlitten schwere Verletzungen (+32), 2976 leichte (-90). Die Zahl der Verkehrsunfallfluchten nahm laut Polizei um 348 auf 5588 Fälle zu. Die Zahl der Verkehrsunfälle unter Einfluss von Alkohol oder Drogen sank von 536 auf 441. Bei den Wildunfällen gab es dagegen einen deutlichen Anstieg von 4512 auf 5233.

Ein Schwerpunkt sind 150 Autobahnkilometer in Nordhessen auf der A 7, der A 44 und der A 49.

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