Opfer der Messerattacke in Bad Wildungen außer Lebensgefahr

Versuchter Mord: Haftbefehl gegen 24-Jährigen

Bad Wildungen - Elf Tage nach einer lebensbedrohenden Messerattacke auf einen 32 Jahre alten Wildunger hat die Polizei einen Tatverdächtigen festgenommen.

Der Haftrichter erließ Haftbefehl gegen einen 24-jährigen Bad Wildunger. Das gaben die Staatsanwaltschaft Kassel und die Polizeidirektion Waldeck-Frankenberg Freitagnachmittag in einer gemeinsamen Pressemitteilung bekannt. Wie Polizeihauptkommissar Dirk Virnich mitteilte, habe sich zu Beginn dieser Woche aufgrund intensiver und weitreichender Ermittlungen der Korbacher Kriminalpolizei ein dringender Tatverdacht gegen einen 24 Jahre alten Mann aus Bad Wildungen ergeben. Der gebürtige Bad Wildunger ist Polizei und Staatsanwaltschaft hinreichend bekannt. Bislang war er wegen Diebstählen und Körperverletzungen auffällig geworden. Der Mann wurde auf Antrag der Staatsanwaltschaft dem Haftrichter in Kassel vorgeführt. Dieser erließ einen Haftbefehl wegen des dringenden Verdachts des versuchten Mordes. Wie die WLZ-FZ bereits in der Mittwoch-Ausgabe berichtete,­ sprachen die Umstände der Messerattacke für eine geplante Tat. Das mutmaßte Professor Dr. Denis Köhler, Rechtspsychologe an der Fachhochschule Düsseldorf, gegenüber der WLZ-FZ.

Zu den Hintergründen der Messerattacke und der Motivation des Täters können laut Staatsanwaltschaft und Polizei noch keine Angaben gemacht werden. Allerdings könne derzeit ausgeschlossen werden, dass es sich um eine Beziehungstat handelte. Das 32-jährige Opfer ist inzwischen außer Lebensgefahr. Der Maurer war am 13. Januar um kurz nach 18 Uhr mit dem Fahrrad auf dem Heimweg. In der Nähe des Kaiserlinden-Kreisels wurde er von einem unbekannten Mann attackiert. Das erzählte er noch einem Pärchen, das auf den verletzten Mann vor dem Eckhaus Bahnhofstraße/Waldschmidtstraße aufmerksam wurde. Danach verschlechterte sich sein Zustand dramatisch. Der 32-Jährige wurde zunächst in die Bad Wildunger Asklepios-Klinik eingeliefert und später in einer Kasseler Klinik notoperiert. Das Opfer schwebte nach seiner schweren Brustverletzung in Lebensgefahr. Knapp zwei Wochen nach dem Messerstich gehe es dem 32-Jährigen den Umständen entsprechend gut, sagte Polizeisprecher Virnich. „Nach Einschätzung der behandelnden Ärzte ist durch die schnelle und umsichtige Hilfe am Tatort und später im Krankenhaus Schlimmeres verhindert worden.“

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