Waldeck-Frankenberg

Viehzüchtern über die Schulter geschaut

- Waldeck-Frankenberg (r). Die Lehrfahrt der Jungzüchterclubs Waldeck-Frankenberg und Marburg-Biedenkopf führte in diesem Jahr auf fünf Betriebe nach Schleswig-Holstein.

Nach problemloser Anreise erreichten die 30 Teilnehmer pünktlich den westlich von Hamburg gelegenen Betrieb von Stefan Kruse in Rellingen. Neben einer landwirtschaftlichen Fläche von 220 Hektar, 200 Milchkühen sowie 60 Milchziegen inklusive der weiblichen Nachzuchten gehört auch eine Hofmolkerei zum Betrieb. Fast 500 000 Liter der Kuhmilch und die gesamte Ziegenmilch werden in der eigenen Molkerei unter anderem zu Milchgetränken und Joghurt verarbeitet und dann über Verkaufswagen auf Wochenmärkten in Hamburg, an Kindergärten in der Umgebung und über den Hofladen vermarktet. Die Fütterung besteht aus einer Total-Mischration (TMR), die sowohl die Kühe als auch die Ziegen erhalten. Im Jahr 2009 lag die Leistung der 203 Milchkühe bei 10 486 kg Milch mit 3,69 Prozent Fett und 3,26 Prozent Eiweiß.Dann ging es weiter nach Norden zur Reimers GbR nach Westerhorn, einem Betrieb mit 100 rotbunten Holsteins und einer durchschnittlichen Leistung von 10 802 kg Milch. Familie Reimers stellte den Jungzüchtern einige Bullenmütter aus dem Zuchtprogramm der Rinderzucht Schleswig-Holstein sowie erfolgreiche Schaukühe vor. Aus der leistungsstarken Herde werden jährlich ca. 15 Färsen und zehn Bullen zur Zucht verkauft, zusätzlich gehen etwa acht Bullenkälber pro Jahr an die Besamungsstation. Nachdem sich alle auf dem Betrieb gestärkt hatten, ging die Fahrt weiter ins Hotel nach Schleswig. Von dort startete die Gruppe am zweiten Tag zum direkt an der Schlei gelegenen Betrieb Fuschera-Petersen in Fahrdorf. Hier warteten allerdings keine Holsteins auf die Besichtigung, sondern 85 Angler-Milchkühe.

Mehr lesen Sie in der WLZ-FZ-Ausgabe vom Mittwoch, 20. Januar 2010.

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