Milchmarktgespräch im Kreishaus: Keine Patentlösung gegen Niedrigpreise

Zu viel Milch auf dem Markt

Karsten Schmal im Melkstand seines Betriebes: Der niedrige Milchpreis belastet die Landwirte. Archivfoto: Theresa Demski

Waldeck-Frankenberg. Krisengespräch im Kreishaus: Die Situation auf dem Milchmarkt spitzt sich weiter zu. Die Nachfrage aus China ist stark gesunken und durch das Russlandembargo ein wichtiger Absatzmarkt weggebrochen. Doch nach dem Wegfall der EU-Milchquote im Frühjahr produzieren die Erzeuger immer mehr Milch – und das drückt die Milchpreise.

Das trifft auch die Bauern in Waldeck-Frankenberg. Für viele werde es finanziell eng, berichtet Wilhelm Spangenberg vom Fachdienst Landwirtschaft. Zwischen 25 und 30 Cent zahlten die Molkereien im September für das Kilo – zu wenig, um kostendeckend zu arbeiten. „Unter 30 Cent machen wir alle Miese“, sagt Karsten Schmal (Waldeck), Vorsitzender des Kreisbauernverbandes Waldeck. Und angekündigte EU-Förderungen seien nur „ein Tropfen auf dem heißen Stein“, so Kreislandwirt Fritz Schäfer.

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