Hartes Geschäft - Verkauf von Essen und Getränken hängt stark vom Wetter ab

Viele Freibäder finden keine Kiosk-Betreiber

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Sommer: In diesen Tagen ist in den Freibädern wieder einiges los. Diese haben allerdings oft Schwierigkeiten, einen Kioskbetreiber zu finden. 

Waldeck-Frankenberg. Wer ins Freibad geht, will in der Regel auch etwas essen und trinken: Pommes, Cola und Eis. Für die Betreiber der Bäder ist es aber nicht einfach, jemanden zu finden, der den Kiosk betreibt, wie unsere Nachfrage gezeigt hat.

Die Stadt Battenberg stellt für ihr Freibad jetzt sogar einen Automaten auf, weil sie keinen neuen Pächter für das Schwimmbad-Café findet. Auch der Kiosk im Rengershäuser Freibad ist ohne Pächter. „Wir haben bis jetzt keinen Interessenten gefunden“, sagte der Vorsitzende des Schwimmbadvereins, Gerhard Mohnke. 

Zwei Bewerber seien „aus zeitlichen Gründen“ wieder abgesprungen. Karl-Heinz Schleiter, Geschäftsführer der Energie-Gesellschaft Frankenberg, die das Ederberglandbad in Frankenberg betreibt, nennt zwei Gründe, die das Geschäft schwierig machten: „Die Freibadsaison dauert nur etwa drei Monate. Hinzu kommt das Wetterrisiko. Es lohnt sich nicht, einen Kiosk für zwei Würstchen aufzumachen.“ Ein Betreiber müsse deshalb so flexibel sein wie das Wetter. Beispiel Waldschwimmbad Löhlbach: Die Zeiten, als ein Ehepaar gemeinsam zuverlässig und regelmäßig im Einsatz war – der Mann an der Freibadkasse, die Frau im Kiosk – seien längst vorbei, sagt Hainas Bürgermeister Rudolf Backhaus. „Wir haben aber immer noch jemanden gefunden.“ 

In Marienhagen kümmern sich drei Mitglieder des Fördervereins um den Kiosk: „Er wird geöffnet, wenn das Wetter und die Besucherzahl gut genug sind“, sagt Inga Wiesemann. Im Unterschied zu anderen Freibädern ist der Kioskbereich dort aufgeteilt: An der Kasse kann man neben Eintrittskarten Eis und Getränke erwerben, für deren Verkauf man keinen Hygieneschein brauche. So könne das auch Bademeisterin Susanne Emde übernehmen. In einem separaten Häuschen werden warme Speisen wie Pommes und Hot Dogs angeboten. (r)

Wie weitere Freibäder mit der Problematik umgehen, lesen Sie in der gedruckten Samstagsausgabe der WLZ am 17. Juni 

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