Waldeck-Frankenberg

Viele Naturfreunde erkunden Kellerwald

- Bad Wildungen / Frankenau. Die Unwetterwarnungen hielten manche, aber längst nicht alle Interessierten aus dem Nationalpark: Zahlreiche Wanderer machten sich auf den Weg in den Kellerwald.

Gleich vier Ziele zum Feiern hatte die Nationalparkverwaltung ausgewählt: die Bathildis- und die Friedrichshütte, das Fischhaus Banfe und den Fahrentriesch. So verteilten sich auch die Besucher auf den gesamten Nationalpark. Die einen nahmen an geführten Wanderungen teil oder nutzten die Möglichkeit, mit dem Planwagen zu den Hütten zu gelangen, andere waren auf dem Fahrrad unterwegs. Eine weitere Gruppe hatte sich vom Wildpark aus zu Pferd auf den Weg in den Nationalpark gemacht. Allerdings war der Besucherstrom am Nachmittag spürbar schwächer: Die aufziehenden Wolken und der ein oder andere Schauer veranlassten so manchen Besucher, eine Wanderung abzukürzen oder ganz abzusagen. In der Bathildishütte, die fast im Zentrum des Nationalparks liegt, stand das Programm unter dem Motto „Wildtiere und Jagdgeschichte“. Kinder konnten dort mit dem Fernglas auf die Suche nach Dachs und Waschbär gehen. Außerdem durften die Kinder testen, wie die Fotofalle funktioniert. In und an der Friedrichshütte drehte sich alles rund um das Thema Forschung im Nationalpark. Von dort aus führten die Mitarbeiter die Besucher zur nahen Messstation. Dort erläuterten Ranger Oliver Obermann und Pia Gippert vom Sachgebiet Forschung beim Nationalpark die verschiedenen Parameter und Faktoren, die langfristig und sehr regelmäßig gemessen, erfasst und ausgewertet werden. Kinder konnten an der Hütte Buttons pressen und sich fantasievoll schminken lassen. Viele Familien nutzten dieses Ziel vor allem am Vormittag, da es mit der Standseilbahn auch mit Kindern leicht zu erreichen war. Ein beliebter Anlaufpunkt war auch das Fischhaus Banfe. Dort drehte sich alles ums Thema Wasser: Die Quellen und Bäche des Nationalparks standen dort im Mittelpunkt – aber auch ihre Lebewesen. Auf dem Fahrentriesch war Heidschnuckenschäfer Georg Schutte mit seiner Herde unterwegs. Auch die wenige Tage alten Lämmer gab es dort zu sehen. Im Schäferwagen informierte Carsten Müller über das Naturschutzgroßprojekt. (apa)

Mehr lesen Sie in der Zeitungsausgabe der Waldeckischen Landeszeitung und Frankenberger Zeitung am Montag, 23. Mai 2011.

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