Premiere am Mittwoch in Korbach

Vier Partner bieten ihren Beschäftigten einen gemeinsamen Gesundheitstag an

Mit Smoothies und Fitnessbändern beim Gesundheitstag in Korbach: Im Bild stehen von links Barmer-Regionalgeschäftsführer Andreas Bethke , Landrat Dr. Reinhard Kubat, Organisatorin Yasmine Seibel, Matthias Schäfer vom Fachdienst Sport, Frank Mause und Christian Dreisbach vom Amt für Bodenmanagement, Ina Kernetzky von der VHS, Dietmar Hagemann und Jens Jordan vom Finanzamt und Joachim Müller von der EWF.

Korbach. Unter dem Motto „Fit und gesund für Job und Freizeit“ stand gestern der erste unternehmensübergreifende Gesundheitstag.

Rund 120 Beschäftigte der Kreisverwaltung, 60 der Gesellschaft Energie Waldeck-Frankenberg, 60 des Amtes für Bodenmanagment und an die 100 Mitarbeiter des Finanzamtes nahmen die kostenlosen Angebote in vielen Verwaltugsräumen an. Sie reichten von Vorträgen zu Themen wie Entspannung, Bewegung oder gesunde Ernährung über Gesundheitschecks und Massagen bis hin zu „Schnupperkursen“. 

Die Gesundheitsvorsorge nehme in Betrieben einen immer größeren Raum ein, sagte Landrat Dr. Reinhard Kubat. Auch der Kreis habe den Fokus darauf gelegt. Mit dem Gesundheitstag „ist etwas mehr draus geworden“. Das Präventionsgesetz biete neue Möglichkeiten, Hilfe komme auch von den Krankenkassen. 

Yasmine Seibel und Matthias Schäfer vom Fachdienst Sport organisierten den Tag mit ihren Partnern. Die Idee des unternehmensübergreifenden Gesundheitstages habe Joachim Müller von der Energiegesellschaft gehabt, sagte Schäfer. Etwa ein Jahr habe die Vorbereitung gedauert. Dass die Anmeldelisten schnell voll waren, zeige den hohen Bedarf, sagte Schäfer. „Die Mitarbeiter sind froh, dass wir diese Angebote umsetzen.“ 

Die Energiegesellschaft kümmere sich schon seit Jahren um die Arbeitssicherheit und den Gesundheitsschutz, sagte Müller. Sie habe Angebote wie Massagen oder organisiere einen Sponsorenlauf – aber sie habe sich nicht getraut, einen Tag allein zu organisieren. Dann sei die Krankenkasse Barmer „auf uns zugekommen“, die Idee nahm Gestalt an. 

Die Kassen sähen schon Erfolge der Gesundheitsvorsorge in Betrieben, sagt Barmer-Regionalgeschäftsführer Andreas Bethke: Die Krankenstände seien gesunken. Die Förderung der Kassen sei für Unternehmen ein zusätzlicher Anreiz, etwas zu tun. Das Geld in der Vorbeugung einzusetzen sei wichtig, es rechne sich für Kassen und Unternehmen. Er freute sich über das große Interesse gestern. „Der Tag sollte kein Einzelfall sein, ich sehe ihn eher als Auftakt.“ 

Schäfer zeigte sich offen, aber erst würden Bewertungsbögen der Teilnehmer ausgewertet. Wichtig für ihn wären weitere Regelmäßige Angebote, in die auch die Außenstellen wie das Landratsamt und das Finanzamt in Frankenberg einbezogen werden sollten. 

Auch der Leiter des Amtes für Bodenmanagement, Frank Mause, freute sich über die Resonanz, „die ich mir nicht hätte erträumen lassen“. Sie zeige, dass die Organisatoren „einen Nerv bei den Beschäftigten getroffen haben“. Sein Amt und das Finanzamt seien bereits „familienfreundliche Arbeitgeber“, er schätzt, dass auch die Gesundheitsvorsorge ein Aspekt werde, um neue Mitarbeiter zu gewinnen. Der unternehmensübergreifende Tag habe einen großen Vorteil: „Je mehr Partner, desto mehr kann man anbieten.“ 

Das Finanzamt habe schon länger ein Gesundheitsmanagement, berichtete Vorsteher Jens Jordan. Es habe auch schon einen Gesundheitstag angeboten und dabei bemerkt, wie begrenzt die eigenen Ressourcen seien. Mit Partnern gebe es ein größeres Raumangebot und mehr Geld. „Die Zusammenarbeit ist ein Schritt in die richtige Richtung.“

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