Für Halter, Züchter und Hundebesitzer gelten klare Regeln

Vogelgrippe: Geflügel muss im Stall bleiben

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Vogelgrippe: In Waldeck-Frankenberg wurde im Twistestausee eine mit dem H5N8-Virus infizierte tote Wildente gefunden. Ab sofort gibt es klare Regeln für Geflügelhalter, Züchter und Spaziergänger.

Waldeck-Frankenberg. Der Fund einer mit dem Vogelgrippe-Virus H5N8 infizierten Wildente am Twistesee (wir berichteten) hat spürbare Auswirkungen für Geflügelhalter, Züchter und Hundehalter. Rund um den Fundort wurde im Radius von einem Kilometer ein Sperrbezirk eingerichtet – im Umkreis von drei Kilometern zusätzlich noch ein Beobachtungsgebiet.

Vor einigen Tagen hatte des Hessische Umweltministerium das Areal etwa 500 Meter rund um den Edersee bereits zum Risikogebiet erklärt. Innerhalb der beiden Bezirke am Twistesee muss Geflügel ab sofort im Stall gehalten werden. Betriebsfremde Personen müssen sich von den Geflügelställen fernhalten. Haustiere wie Hunde und Katzen dürfen nicht mehr frei herumlaufen. 

„In den kommenden drei Wochen werden wir im Beobachtungsgebiet die Einhaltung von Sicherheits- und Hygienemaßnahmen überprüfen“, teilte der Leiter des Veterinäramtes, Dr. Martin Rintelen, gestern bei einer Pressekonferenz mit. An Ein- und Ausgängen der Ställe beispielsweise seien Matten mit Desinfektionsmitteln auszulegen. Im Sperrbezirk, also im direkten Umfeld des Fundortes, ist laut Dr. Rintelen aktuell kein gewerblicher Geflügelbetrieb betroffen. „Es kann allerdings sein, dass sich noch nicht alle bei uns gemeldet haben“, sagt der Veterinär und appelliert an die Geflügelhalter, sich beim Veterinäramt registrieren zu lassen. Schließlich sei es im Sperrbezirk, anders als im Beobachtungsgebiet, ab sofort nötig, mit klinischen Untersuchungen der Tiere auf Nummer Sicher zu gehen.

In der Beobachtungszone gebe es derzeit 19 nicht-gewerbliche Betriebe mit 227 Hühnern, 22 Enten, 135 Tauben und zehn Gänsen. Beim infizierten Tier, dass bereits am Montag im Twistesee gefunden wurde, handelt es sich um eine Tafelente. „Wir hoffen, dass es sich um einen Einzelfall handelt“, sagte Landwirtschafts-Dezernent Friedrich Schäfer.

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