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Vom Gelben Sack zur Tonne: Immer mehr Kommunen in Waldeck-Frankenberg erwägen den Wechsel

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Von: Stefanie Rösner

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Gelber Sack oder Gelbe Tonne? Um Plastikmüll zu sparen, diskutieren Lokalpolitiker im Landkreis zunehmend darüber, ob es Sinn ergibt, die Einweg-Säcke zu verbannen und auf Wertstofftonnen umzusteigen.
Gelber Sack oder Gelbe Tonne? Um Plastikmüll zu sparen, diskutieren Lokalpolitiker im Landkreis zunehmend darüber, ob es Sinn ergibt, die Einweg-Säcke zu verbannen und auf Wertstofftonnen umzusteigen. © Rösner, Stefanie

Zunehmend diskutieren die Vertreter der Gremien der Städte und Gemeinden in Waldeck-Frankenberg, ob die Gelben Säcke nicht besser durch Wertstofftonnen ersetzt werden sollten.

Waldeck-Frankenberg – Gelbe Säcke sind nützlich für die Mülltrennung und -verwertung, doch sie haben auch Nachteile. Die dünnen Kunststoffsäcke häufen sich alle paar Wochen an Straßenrändern, wenn der Müll abgeholt wird. Und wenn es stürmt, zerfleddern manche Säcke, und Müll wird davon geweht.

In Frankenberg gibt es die Gelbe Tonne bereits seit 1993. Zuletzt wurde sie – zum Beginn des Jahres 2021 – in Bad Arolsen und Volkmarsen eingeführt. Die Stadt Waldeck sowie die Gemeinde Diemelsee wollen gemäß den Beschlüssen der Stadtverordnetenversammlung und Gemeindevertretung zum 1. Januar 2024 die Gelbe Tonne anstelle Gelber Säcke einführen. Verschiedene Parlamente wie die in Allendorf/Eder, Edertal und Lichtenfels erwägen dies ebenfalls.

Befürworter der Gelben Wertstofftonne argumentieren, dass damit massenweise Kunststoffsäcke eingespart werden könnten. Zudem schafften die Behälter ein einheitliches, sauberes Bild, und der Abfall sei darin vor Tieren sowie vor Wettereinflüssen geschützt. „Die Behälter bieten mit der kompakten Lagerung auch einen hygienischen Vorteil“, sagt Jan Frigger vom Entsorgungsunternehmen Lobbe.

5247 Tonnen Leichtverpackungen sind laut dem Statistischen Landesamt Hessen im Jahr 2020 in Waldeck-Frankenberg zusammengekommen. Jeder Einwohner erzeugte demnach 33,5 Kilogramm Plastikmüll. Das Müllaufkommen in diesem Bereich ist in den vergangenen zehn Jahren hessenweit gestiegen.

Die Städte, Gemeinden und der Landkreis haben mit den dualen Rücknahmesystemen unter anderem die Entsorgung der Plastikverpackungen abgestimmt. Dies regelt ein dreijähriger Rahmenvertrag. Die nächste mögliche Umstellung von Säcken auf Tonnen wäre laut Kreisverwaltung zum 1. Januar 2024.

Den Gesamtauftrag über die Erfassung von Leichtstoffverpackungen und Altglas hält die Arbeitsgemeinschaft Lobbe/Fehr-Knettenbrech. In den meisten Kommunen haben Haushalte auch die Möglichkeit, bei dem Entsorgungsunternehmen Tonnen für die Aufbewahrung der Gelben Säcke zu mieten. Diese fahrbaren Einlagerungsbehälter sind aber kein Ersatz für die Säcke, sondern eine Ergänzung.

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