Verkauf von Feuerwerk freigegeben

Vorsicht  beim Böllern an Silvester

Farbenprächtiges Spektakel: Anders als beim Höhenfeuerwerk an der Edersee-Sperrmauer lassen zum Jahreswechsel nicht nur Profis Raketen in den Nachthimmel steigen. Deshalb ist beim Umgang mit Knallkörpern besondere Vorsicht geboten.  Archivfoto: Matze Müller

Waldeck-Frankenberg. Die Freunde der Knallerei an Silvester sehnen ihn herbei, den Tag, an dem endlich Feuerwerk in den heimischen Geschäften gekauft werden kann. Am Donnerstag, 29. Dezember, ist es soweit: Bis zum 31. Dezember dürfen Raketen und Böller im Handel verkauft werden.

Das Sortiment ist dabei riesig, den Wünschen sind kaum Grenzen gesetzt: Vom Einzelschuss bis zum großen Verbundfeuerwerk gibt es alles wie Knaller, Böller und Pfeifartikel, Leuchtfontänen und römische Lichter, bengalisches Feuer und bunte Raketen.

So viel Farb- und Hörgenuss ein Silvesterfeuerwerk vom Fachbetrieb auch verspricht, so gefährlich kann die Handhabung damit bei unsachgemäßem Gebrauch werden.

Deshalb gibt das Regierungspräsidium (RP) Kassel Sicherheitshinweise zum generellen Umgang mit Feuerwerk: So sollten Eltern unbedingt darauf achten, dass ihre Kinder nicht mit Raketen oder Böllern hantieren. Denn die zählen zu den pyrotechnischen Gegenständen der Kategorie 2 (früher Klasse II). Sie dürfen ohnehin nur an zwei Tagen, am 31. Dezember und 1. Januar, abgebrannt werden. 

Pyrotechnische Gegenstände der Kategorie 1 (früher Klasse I), zum Beispiel Wunderkerzen, dürfen nur an Personen ab 12 und die der Kategorie 2 an Personen ab 18 Jahren verkauft werden. Dasselbe gilt für deren Verwendung. Schwerste Verletzungen mit bleibenden Behinderungen und Entstellungen können beim Zünden die Folge sein. Besonders gewarnt wird vor der Verwendung von nicht zugelassenen Feuerwerksartikeln. 

Das Herstellen und Verwenden von Feuerwerken Marke „Eigenbau“, bei dem es sich um Explosivstoffe handelt, die „Bastler“ aus handelsüblichen Substanzen mischen, ist laut RP lebensgefährlich und strafbar. Auch wird davor gewarnt, Feuerwerksartikel unbekannter Herkunft aus dem Internet zu ordern.

Weitere Tipps zum Umgang mit Feuerwerkskörpern finden Sie in der gedruckten WLZ-Donnerstagausgabe.

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