Hessen Mobil sammelt im Landkreis – Kosten 45 000 Euro

12,8 Tonnen Müll liegen am Straßenrand

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Sammelten hauptsächlich Verpackungsmüll an der Landesstraße zwischen Gemünden und Frankenberg ein: Zwei der Männer, die im Auftrag von Hessen Mobil zwischen Ende März und Mitte April im Landkreis Straßenränder säuberten.

Waldeck-Frankenberg. Mehr als 200 Millionen Euro geben hessische Kommunen jedes Jahr für die Reinigung öffentlicher Plätze aus, schätzt das hessische Umweltministerium. Auch die Verkehrsbehörde des Landes, Hessen Mobil, hat schwer an der widerrechtlichen Müllablagerung zu tragen: Jedes Frühjahr sammelt sie den Müll entlang der Landesstraßen. Jetzt liegt das Ergebnis vor: 12,8 Tonnen Müll wurden bei der Aktion allein in Waldeck-Frankenberg aufgelesen.

Die Kosten für Sammlung und Entsorgung belaufen sich in diesem Jahr auf 45 000 Euro, sagt Pressesprecher Horst Sinemus.

„Mit dieser Menge bewegen wir uns auf einem ähnlichen Niveau wie in den vergangenen fünf Jahren“, sagt Sinemus. Dabei gelte: Je höher die Verkehrsbelastung auf einer Straße, desto mehr Müll liege am Rand. Auch die Geschwindigkeit der Autofahrer beeinflusse die Abfallmenge. Je langsamer die Fahrzeuge fahren, desto mehr Müll werde aus dem Fenster geworfen. So seien Autobahnauffahrten meistens besonders verschmutzt.

Aber nicht nur die Straßenbehörden und Kommunen sammeln Müll. Unter der Schirmherrschaft des hessischen Umweltministeriums sammeln jedes Jahr Vereine, Kindertagesstätten, Schulen und Firmen Müll. „Sauberhaftes Hessen“ heißt die Kampagne, die in diesem Jahr ihr 15-jähriges Bestehen feiert. Genaue Angaben darüber, wie viel gesammelt wurde, gibt es bisher nicht. Aber allein die Zahlen der gemeldeten Teilnehmer zeige den Erfolg, sagt Ministeriumssprecher Mischa Brüssel de Laskay.

„Insgesamt haben sich in den vergangenen 15 Jahren über eine Million Bürger an den Aktionen beteiligt“, sagt Brüssel de Laskay. Für den am 30. Mai stattfindenden „Sauberhaften Kindertag“ erwarte man eine Rekordteilnahme von fast 300 Einrichtungen mit knapp 10 000 Kindern.

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