Landkreis startet Initiative mit einer Tonne Saatgut

Waldeck-Frankenberg: Blühstreifen gegen das Insektensterben

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Hier soll es bald blühen: Karlfried Kukuck (Fachdienst Landwirtschaft), Fritz Schäfer (Kreislandwirt) und Matthias Münch (Maschinenring Waldeck-Frankenberg) auf einem bereits ausgesäten Ackerrandstreifen bei Basdorf.

Waldeck-Frankenberg.Die Insekten in Deutschland verschwinden, dagegen wollen Landkreis und die Bauernverbände etwas tun und Blühflächen anlegen. Auch der Landkreis und die Bauernverbände setzen sich für Bienen ein. 

Fast 80 Prozent weniger Fluginsekten als noch vor knapp 30 Jahren gibt es in Deutschland. Diese alarmierende Zahl lieferte jüngst eine Studie der Fachzeitschrift Plos One. Das gilt auch für Waldeck-Frankenberg

Mit den ersten warmen Frühlingstagen müssten zuhauf Bienen und Hummeln in unserer Region unterwegs sein. Doch vielerorts summt und brummt es wenig. In vielen Kommunen gibt es bereits Blühstreifen-Aktionen. Auch der Landkreis hat vor kurzem eine Initiative gestartet und spendete eine Tonne Saatgut im Wert von 5000 Euro. 

„Wir leisten damit einen wichtigen Beitrag zur Erhaltung der Artenvielfalt“, sagt Landrat Dr. Reinhard Kubat. Das Nahrungsangebot für Insekten werde immer knapper – vor allem ab Juni, wenn die Frühblüher verblüht sind, sagt Kubat. Blühflächen lieferten Nektar und Pollen für blütensuchende Insekten und einen vielfältigen Lebensraum insbesondere in Kulturlandschaften, die maßgeblich durch Landwirtschaft geprägt seien.

Die Resonanz war so groß, dass das Saatgut nach wenigen Wochen aufgebraucht war, sagte Matthias Münch vom Maschinenring, der für die Verteilung zuständig war. Deshalb soll die Aktion 2019 fortgesetzt werden, wünschen sich Kreislandwirt Fritz Schäfer und Landwirtschafts-Fachdienstleiter Karlfried Kukuck. 

 

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