850 Kilometer Leerrohr verlegt – Baustart für 44 Orte im Landkreis

Waldeck-Frankenberg: Breitbandausbau läuft schneller als geplant

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In Waldeck-Frankenberg konzentriert sich der Ausbau auf den nördlichen Kreisteil. Die ersten Orte im Frankenberger Land sollen erst 2019 angeschlossen werden.

Waldeck-Frankenberg. Der Ausbau der flächendeckenden Breitbandversorgung in Nordhessen kommt schneller voran als geplant.

„Bis zum Jahresende wurden schon 850 von insgesamt 2000 Kilometern Leerrohr verlegt“, berichtet Kathrin Laurier, die Geschäftsführerin der Breitband Nordhessen. Ursprünglich hatte man bis zu 500 Kilometer im Jahr 2017 schaffen wollen. Der Generalunternehmer, die Firma Weigand-Bau aus Unterfranken, war zeitweise mit bis zu 250 Mann im Einsatz.

In Waldeck-Frankenberg konzentriert sich der Ausbau auf den nördlichen Kreisteil. Die ersten Orte im Frankenberger Land sollen erst 2019 angeschlossen werden.

„Es brummt beim Breitbandausbau“, sagt auch Dr. Michael Koch, Aufsichtsratsvorsitzender der Breitband Nordhessen. Das ist ein Zusammenschluss von fünf nordhessischen Landkreisen mit dem Ziel, schnelles Internet in den ländlichen Raum zu bringen. Inzwischen sei in jedem Kreis mindestens ein Ort am Netz, weitere 110 Orte wurden an die Netcom Kassel als für die Anschlüsse zuständigen Netzbetreiber übergeben, erklärt Koch.

Im Regelfall vergehen sechs bis zwölf Wochen von der Übergabe durch die Breitband Nordhessen bis zum Anschluss durch die Netcom. „Wir erwarten von der Netcom, dass sie möglichst zeitnah ein Angebot an die Endkunden macht“, so Koch. Denn er weiß, dass viele Haushalte im ländlichen Raum sehnsüchtig auf das schnelle Netz warten. Auch finanziell liege das 143 Millionen Euro teure Breitbandprojekt voll auf Kurs. „Das Projekt lebt davon, dass es gewollt ist“, sagt Koch. Deshalb funktioniere die Zusammenarbeit der Landkreise, aber auch mit den zuständigen Behörden, völlig reibungslos.

Dennoch sei der Breitbandausbau 2019 nicht beendet, erklärt Koch. Er drängt darauf, Förderprogramme aufzulegen, um zeitnah auch Schulen, Betriebe und Krankenhäuser ans schnelle Netz anzuschließen. (kai)

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