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Waldeck-Frankenberg: Enkeltrickbetrüger melden sich per Whatsapp

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Gibt sich bei WhatsApp jemand als Familienmitglied aus und behauptet, eine neue Nummer zu haben, ist höchste Vorsicht geboten.
Gibt sich bei WhatsApp jemand als Familienmitglied aus und behauptet, eine neue Nummer zu haben, ist höchste Vorsicht geboten. © Zacharie Scheurer

Um mehrere Tausend Euro haben Unbekannte drei Frauen aus Korbach, Diemelstadt und Bad Wildungen betrogen. Die Betrugsmasche: Die Täter geben sich dabei über Whatsapp als nahe Verwandte aus und versuchen, die Opfer zu Geldüberweisungen zu bewegen, teilte die Polizei in Korbach mit.

Korbach – Die Vorgehensweise der Täter ähnele denen des Enkeltricks, so die Polizei. Im Gegensatz zu der Whatsapp-Betrugsmasche werde das Geld jedoch nicht von Unbekannten abgeholt, sondern von den Opfern überwiesen. Da es sich häufig um Echtzeitüberweisungen handelt, kann das Geld in diesen Fällen nicht mehr zurückgebucht werden, sobald der Betrug erkannt wird.

So erging es einer 62-jährigen Frau aus Korbach. Sie erhielt eine Whatsapp-Nachricht von einer unbekannten Handynummer. Der Absender gab sich als ihr Sohn aus und erklärte ihr, dass sein Handy kaputt sei und er daher eine neue Nummer habe. Die Korbacherin glaubte, dass es tatsächlich ihr Sohn ist und überwies anschließend über 1000 Euro auf das genannte Konto.

Ähnlich erging es einer 64-Jährigen aus Diemelstadt. Diesmal war es angeblich die Tochter, die eine neue Handynummer hatte und dringend zwei Rechnungen überwiesen haben wollte. Die Frau schöpfte zunächst keinen Verdacht und überwies zweimal Beträge von jeweils etwa 2000 Euro. Erst danach wurde sie misstrauisch und meldete sich bei der Polizei, wo schnell klar wurde, dass sie auf Betrüger hereingefallen war.

Der dritte Fall ereignete sich am 7. November in Bad Wildungen. Eine 59-jährige Frau bekam zunächst eine SMS von ihrer angeblichen Tochter. Auf Wunsch der „Tochter“ speicherte sie deren angeblich neue Handynummer in ihrem Handy. In der weiteren Kommunikation über den Messengerdienst schilderte die angebliche „Tochter“ ihre Notlage und veranlasste die 59-Jährige letztlich dazu, insgesamt etwa 3500 Euro zu überweisen. Da die angebliche Tochter anschließend nicht mehr antwortete, wurde die Frau misstrauisch und erstattete am Dienstag Anzeige bei der Polizei.  red

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