Mitglieder der Einsatzabteilung nicht nur aus der Jugendwehr

Feuerwehr profitiert von Quereinsteigern

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Zwei Quereinsteiger für den aktiven Dienst in der Feuerwehr: Anna Mucha aus Röddenau (38) und Christian Pöller aus Friedrichshausen (46) besuchten den Grundlehrgang.

Waldeck-Frankenberg. Neue Mitglieder der Feuerwehr-Einsatzabteilungen kommen nicht nur aus dem eigenen Nachwuchs. Zunehmend finden Quereinsteiger den Weg zu den Brandschützern. „Ich war selbst überrascht“, sagt der Korbacher Stadtbrandinspektor Friedhelm Schmidt. Unter den 17 Neuzugängen in Korbach und den 14 Ortsteilen waren 2016 stolze zehn Quereinsteiger.

Die Frankenberger Kernstadt-Feuerwehr verbuchte von 2014 bis 2016 zwei „echte“ Quereinsteiger, zwei Nachwuchskräfte kamen laut Wehrführer David Tschirner aus der Jugendfeuerwehr. Auf „ein Viertel bis ein Drittel“ schätzt Kreisbrandinspektor Gerhard Biederbick den Anteil der Quereinsteiger in die Einsatzabteilungen der Feuerwehren im Landkreis.

Biederbick steht Quereinsteigern absolut positiv gegenüber: „Wer sich spät für den Dienst in der Feuerwehr meldet, der weiß, was er tut – und bleibt in aller Regel bei der Stange.“ Jedes Jahr finden fünf Grundlehrgänge statt, und zwar in Korbach, Frankenberg, Bad Arolsen, Diemelstadt-Rhoden und Bad Wildungen. Der erfolgreiche Besuch eines solchen Grundlehrgangs ist Voraussetzung dafür, dass man bei Einsätzen der Feuerwehr mitfahren darf.

 189 Frauen und Männer absolvierten 2016 den Grundlehrgang. „Auch ältere Feuerwehrleute werden gebraucht“, betont Gerhard Biederbick. Normalerweise endet der aktive Dienst mit Vollendung des 60. Lebensjahres. Nach einer ärztlichen Untersuchung könnten Feuerwehrleute jedoch auch bis zum 65. Lebensjahr im aktiven Dienst bleiben, sagt Biederbick. „Zum Beispiel als Maschinisten oder Fahrer von Einsatzfahrzeugen.“ Unter dem Strich hat sich die Zahl der aktiven Feuerwehrmänner und -frauen im vergangenen Jahr kaum verändert. Bei 4651 Feuerwehrleuten im Landkreis gab es 234 Neuzugänge und 237 Austritte.

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