Landesentwicklungsplan soll Ländlichen Raum stärken

Waldeck-Frankenberg: Kooperation der Kommunen wird gefördert

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Mittelzentren im Kreis sind neben Korbach (unser Foto) auch Frankenberg, Bad Wildungen und Bad Arolsen. Sie sollen entwickelt werden.

Unter dem Dach des Wirtschaftsministeriums wird derzeit der hessische Landesentwicklungsplan fortgeführt. Dabei steht auch der Ländliche Raum im Fokus.

„Der Plan schafft mehr Möglichkeiten“, sagt Jens Deutschendorf, Staatssekretär im Ministerium. Noch bis Ende April können auch Bürger Stellung zum Entwurf beziehen. Der Landesentwicklungsplan habe „Rahmencharakter“, sagt CDU-Landtagsabgeordneter Armin Schwarz, der auch Mitglied der Regionalversammlung Nordhessen ist. In dieser Runde werden die sogenannten Raumordnungspläne erstellt, die auf dem Landesentwicklungsplan basieren. Der Ländliche Raum spiele im Plan eine wichtige Rolle, weil große Teile des Landes ländlich geprägt seien, sagt Deutschendorf. Ziel sei es, verkehrliche Anbindung, Einkaufsmöglichkeiten und Versorgung mit Gesundheits- und Bildungseinrichtungen weiter zu verbessern. Außerdem solle es mehr Arbeitsplätze geben. Gerade im dünn besiedelten Ländlichen Raum sei das eine Herausforderung.

Konkrete Maßnahmen nennt der Plan nicht, so kleinteilig sei die Planung nicht. Doch die Richtungen werden definiert. So sieht der Plan beispielsweise eine verbesserte Mobilität in ländlichen Gebieten vor, Einrichtungen der Daseinsvorsorge sollen gestärkt werden. Ein „wesentlicher Schwerpunkt“ sei es, so der Plan, „ländliche Strukturen zu stärken“.

Eine fünfköpfige Expertenkommission, der unter anderem der ehemalige Kasseler Oberbürgermeister Bertram Hilgen angehörte, hatte Ideen für den Landesentwicklungsplan ausgearbeitet. Ein Vorschlag war es demnach, Mittelzentren wie Korbach und Frankenberg zu Kooperationen mit anderen Kommunen zu verpflichten. Im Ministerium sei dieser Vorschlag diskutiert worden, sagt Jens Deutschendorf. „Wir setzen allerdings auf Kooperationen zwischen benachbarten Mittelzentren.“ Gebe es eine Zusammenarbeit von Kommunen, bestenfalls mit schriftlicher Vereinbarung, solle das finanziell gefördert werden.

Noch 2020 soll der Plan fertig werden. Unter anderem wird in den Ausschüssen noch darüber gesprochen, dann wird er im Landtag verabschiedet.  

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