Hauptgrund waren orthopädische Erkrankungen

Waldeck-Frankenberg: Krankenstand ist 2018 leicht gesunken 

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Symbolbild: Eine Medizinerin untersucht einen Patienten mit einem Stethoskop.

Waldeck-Frankenberg – Der Krankenstand im Landkreis Waldeck-Frankenberg ist im vergangenen Jahr leicht gesunken. Mit 4,8 Prozent – im Vorjahr waren es 4,9 Prozent – liegt der Kreis aber immer noch deutlich über dem Landesdurchschnitt von 4,3 Prozent.

Das geht aus dem Gesundheitsreport der DAK hervor. Den niedrigsten Krankenstand hatte mit 3,7 Prozent die Stadt Frankfurt am Main, den höchsten mit 5,0 Prozent die Landkreise Hersfeld-Rotenburg, Werra-Meißner und Gießen.

Laut Gesundheitsreport bedeutet das, dass an jedem Tag von 1000 Arbeitnehmern im Kreis Waldeck-Frankenberg 48 krankgeschrieben waren.

Hauptgrund für Krankschreibungen waren im Kreis Waldeck-Frankenberg, wie auch im Bund und fast allen Bundesländern, mit 25,6 Prozent Erkrankungen des Muskel-Skelett-Systems, also Rückenschmerzen, Bandscheibenschäden, Knie- oder Hüftgelenksprobleme und Ähnliches.

Auffallend ist ein Anstieg der Fehltage bei Atemwegserkrankungen wie Bronchitis um acht Prozent, stellt Sabine Weinreich, Chefin der DAK-Gesundheit in Korbach, fest. Dahinter steckt eine längere durchschnittliche Erkrankungsdauer.

Psychische Erkrankungen wie Depressionen und Angstzustände gingen dagegen deutlich um 19 Prozent zurück. Ihr Anteil am gesamten Krankenstand beträgt knapp 13 Prozent. Die Ursache hierfür liege vor allem in der kürzeren durchschnittlichen Erkrankungsdauer, aber auch in der geringeren Zahl der Erkrankungen, erläutert Weinreich.

Weniger Menschen als im Vorjahr waren auch aufgrund von Erkrankungen des Verdauungssystems krankgeschrieben.

„Mit unseren Analysen zum Krankenstand im Landkreis Waldeck-Frankenberg setzen wir gezielt beim betrieblichen Gesundheitsmanagement an und bieten Arbeitgebern konkrete Hilfe“, sagt Sabine Weinreich.

Der aktuelle Psychoreport zeigt auch, dass vor allem Ausfalltage wegen Anpassungsstörungen in den vergangenen Jahren rasant zugenommen haben. Seit 2000 haben sie sich fast verdreifacht. Anpassungsstörungen sind Reaktionen auf belastende Lebensereignisse wie Scheidung, Verlust eines nahestehenden Menschen, chronische Konflikte in der Familie oder am Arbeitsplatz, schwere körperliche Erkrankungen oder Umzüge. Sie äußern sich zum Beispiel mit Ängsten, depressiven Verstimmungen oder emotionaler Verwirrtheit.

VON CHRISTINE ZACHARIAS

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