Zehn Grundschulen nehmen am Programm des Landes teil

Waldeck-Frankenberg: Kritik im Kreistag am „Pakt für den Nachmittag“

Betreuung in der Schule: Nachmittags, so ein Kritikpunkt am Pakt, würden keine Lehrer eingesetzt, sondern Laien.

Waldeck-Frankenberg. Einen Überblick über die Betreuung von Grundschülern lieferte die Verwaltung auf Anfrage von SPD und CDU. Kritik am „Pakt für den Nachmittag“ gab es von mehreren Fraktionen im Kreistag.

42 von 55 allgemeinbildende Schulen im Kreis – darunter mehrheitlich Grundschulen, aber auch Förderschulen und eine kooperative Gesamtschule – bieten Betreuung, Ganztagsangebote oder sind Ganztagsschule. Teilweise beginnt die Betreuung bereits morgens um 7 Uhr, so unter anderem in Bad Wildungen an der Mathias-Bauer-Schule und an der Mittelpunktschule Adorf. An den Bad Arolser und Twistetaler Grundschulen sowie an den meisten Wildunger und Frankenberger Grundschulen gibt es keine Kinderbetreuung noch vorm Unterricht. Die Nachmittagsbetreuung ist an fast allen Grundschulen möglich. Lediglich in Goddelsheim und Eppe sowie an der Möllenbach-Schule in Hatzfeld gibt es keine Betreuung nach 14 Uhr.

Eine Ausweitung der Betreuung wünschen sich die Mathias-Bauer-Schule in Wildungen, die Grundschule Haina, die Ederseeschule Herzhausen sowie die Grundschule Höringhausen und die Uplandschule Willingen.

Ein Mittagessen wird in insgesamt 35 von 38 Schulen angeboten, die Förderschulen sind bei dieser Auflistung ausgenommen. Je nach Schule werden für ein Essen zwei bis vier Euro fällig.

Zehn Grundschulen sind aktuell im „Pakt für den Nachmittag“, wo Land und Schulträger gemeinsam Angebote bis 17 Uhr machen, auch in den Ferien. „Das ist eine Mogelpackung, weil es keine tatsächliche Ganztagsschule ist“, sagte Ingo Hoppmann (Linke). Nur ein Drittel der Grundschulen sei dabei, so Dr. Daniela Sommer (SPD). „Ich weiß nicht, ob das ein Erfolg ist.“ Derzeit, so der Kreis, möchte keine weitere Schule aufgenommen werden.  

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare zu diesem Artikel