Polizei gibt Tipps zum Schutz

Mit der Zeitumstellung steigt die Gefahr für Einbrüche im Landkreis

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Tipps am Präventionsmobil: Susanne Gottmann von der Polizei Kassel und ihr Korbacher Kollege Dirk Richter gaben Passanten am Donnerstag in Bad Arolsen Hinweise zum Einbruchsschutz. 

In der dunklen Jahreszeit, die an diesem Wochenende durch die Umstellung auf Winterzeit beginnt, steigt auch die Gefahr, Opfer eines Einbruchs zu werden.

„Ein Grund ist, dass von außen einfacher zu erkennen ist, ob die Bewohner zu Hause sind“, sagt Polizeisprecher Dirk Richter. „Diese Einbrüche erfolgen überwiegend im Herbst und Winter ab 16 Uhr, also ab der Dämmerung.“

Um Einbrecher abzuschrecken, sei es wichtig, sagt die Polizei, Anwesenheit im Haus oder in der Wohnung vorzutäuschen, da es jetzt schon früh dunkel wird. Die meisten Einbrüche finden zwischen 16 und 23 Uhr statt. Entweder schalte man das Licht über eine Zeitschaltuhr oder nutze einen TV-Simulator. Bei normalen Häusern wendeten Einbrecher in der Regel nicht sehr viel Zeit auf, um sie auszukundschaften. Das sehe bei Villen, in denen viel Beute zu erwarten sei, anders aus. 

Zahl der Einbrüche in Waldeck-Frankenberg in den vergangenen Jahren zurückgegangen

2016 gab es 182 gemeldete Einbrüche in Häuser oder Wohnungen, 2017 gab es 82, 2018 waren es 94. Auch in diesem Jahr bewegen sich die Zahlen der Polizeidirektion Waldeck-Frankenberg auf ähnlichem Niveau wie in den vergangenen zwei Jahren. 

Darunter fallen auch die Einbrüche, bei denen es bei einem Versuch blieb, zum Beispiel weil die Täter durch die Sicherungseinrichtung abgehalten wurden oder aus anderen Gründen ohne Beute blieben. 2018 war das bei 51 der 94 Einbrüche der Fall. Auch in den Vorjahren lag die Anzahl der Einbruchsversuche bei rund 50 Prozent. 

Auch die Gesamtzahl der Straftaten in Waldeck-Frankenberg ist rückläufig

2009 wurden 7176 Straftaten registriert, seit 2016 sind es jährlich unter 6000. Gleichzeitig stieg der Anteil der Straftaten, die aufgeklärt wurden. 2018 erreichte die Polizei in Waldeck-Frankenberg einen Höchststand von 64,7 Prozent, sagt Richter. 

Bei Wohnungseinbrüchen ist die Aufklärungsquote eher gering. Daher könne zu den Tätern nur eine bedingte Aussage getroffen werden. Die im Jahr 2018 ermittelten Tatverdächtigen stammten fast alle aus Waldeck-Frankenberg, sagt Richter. Die Polizei gehe jedoch davon aus, dass überörtlich agierende Tätergruppen einen Teil der Einbrüche begangen haben. Die höheren Zahlen mit mehr als 100 Einbrüchen vor 2017 könnten laut Richter teilweise mit größeren Einbruchsserien erklärt werden. 

Die meisten Einbrüche werden in Korbach, Bad Arolsen, Bad Wildungen und Frankenberg sowie in Willingen festgestellt, so Richter. Einen Brennpunkt gebe es im Kreis jedoch nicht.

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